Brinkums Neuzugang Marcel Brendel „ein Glücksgriff“ / Umzug der Familie zu Liebe

Drei Tore – und dann ab in den Urlaub

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Marcel Brendel (li.) langte in Habenhausen gleich drei Mal zu, während Jannik Bender (re.) das 1:0 erzielte.

Kreis-Diepholz - Von Arne Flügge. BrinkumKreis-Diepholz - Von Arne Flügge. Eigentlich ist Jannik Bender beim Fußball-Bremen-Ligisten Brinkumer SV als Freistoßschütze von links eingeteilt. Doch der Kapitän hatte am Sonntag beim 4:0 in Habenhausen bereits das 1:0 erzielt – und überließ nun Marcel Brendel den Vortritt. Der Neuzugang bedankte sich brav und jagte die Kugel zum 2:0 in die Maschen. Zwei weitere Tore des 26-Jährigen sollten noch folgen. Brendel war damit der Matchwinner.

Doch feiern konnte der Offensivmann seinen ersten Dreierpack für den neuen Club nicht. Er sagte auch das gemeinsame Essen mit der Mannschaft am Abend ab. Denn gestern morgen ging es bereits in aller Herrgottsfrühe zum Flughafen und für zehn Tage in den Urlaub.

„Marcel ist ein absoluter Glücksgriff für uns gewesen. Er ist ein Spieler, der noch einmal den Unterschied machen kann und mit seiner Erfahrung ein wichtiger Baustein der Mannschaft ist“, sagt Trainer Kristian Arambasic über den Mann, der zu Saisonbeginn vom FSV Barleben aus der NOFV Oberliga Süd nach Brinkum gekommen war. Ein Wechsel aus Liebe. Denn Brendel hatte lange Zeit eine Fernbeziehung mit seiner in Bremen lebenden Freundin. Nun hat sich Nachwuchs eingestellt, und der Fußballer wollte jetzt ganz und gar bei seiner Familie sein, suchte sich einen Job und zog in die Hansestadt.

Arambasic bezeichnet Brendel als einen „sehr spielintelligenten Fußballer, der sich unheimlich schnell integriert hat und in der Offensive überall einsetzbar ist“. Er sei ein geselliger, kommunikativer Typ, ein offener Mensch, der in der Jugend unter anderem beim VfL Wolfsburg eine richtig gute fußballerische Ausbildung genossen hat. Arambasic: „Es macht Spaß, mit ihm zusammenzuarbeiten. Die Mannschaft freut sich, dass er da ist, und Marcel fühlte sich hier gleich auf Anhieb wohl.“

Und Brendel war auch einer derjenigen, der nach dem zwischenzeitlichen Lizenzentzug „ganz früh ein Signal gesetzt hat. Er hätte notfalls auch in der Landesliga für Brinkum gespielt“, berichtet Arambasic. Dass der 26-Jährige nun seine Qualitäten eine Liga höher einbringen kann, ist freilich umso besser, denn durch seine Technik, seine Torgefahr und seine Handlungsschnelligkeit ist Marcel Brendel für seinen Trainer Kristian Arambasic „einer der besten Offensivspieler, die die Bremen-Liga zu bieten hat“.

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