Zwei Brandhoff-Tore und zweiter Sieg in Serie

Brinkums doppelte Premiere - 4:1 gegen Werder III

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An alter Wirkungsstätte erzielte Jakob Raub (am Ball) den Brinkumer Treffer zum 1:1-Ausgleich.

Bremen - Von Gerd Töbelmann. Trotz der weiterhin extrem angespannten Personallage ist der Brinkumer SV in der Fußball-Bremen-Liga auf dem Weg in sichere Gefilde der Liga. Beim 4:1 (2:1)-Auswärtserfolg gegen den SV Werder Bremen III feierte der BSV dabei gleich eine doppelte Premiere.

Erstens: Torjäger Joshua Brandhoff, der bislang noch nicht so richtig gezündet und erst vor gut einer Woche sein erstes Saisontor erzielt hatte, schnürte erstmals in dieser Saison einen Doppelpack. Und zweitens: In dieser bislang nicht so erfolgreichen Spielzeit schaffte der Meister erstmals zwei Siege in Serie. Die erwähnt dünne Personaldecke könnte aber noch dünner werden, denn gegen Ende der ersten Halbzeit musste Innenverteidiger Jendrick Meissner das Feld wegen einer Verletzung am Sprunggelenk vorzeitig verlassen.

In den vergangenen Jahren war der Bremer Kunstrasenplatz am Weserstadion nicht immer ein gutes Geläuf für die Brinkumer gewesen. Und auch am Samstag lief es zunächst alles andere als gut. Grund: In der achten Minute kam Karim Jahjah aus 16 Metern frei zum Schuss und überwand den regunslosen BSV-Keeper Tariq Olatunji zum 1:0. „Keine Panik Jungs. Es ist noch viel Zeit“, beruhigte Brinkums Coach Dennis Offermann seine Spieler. 

Und die Gäste übernahmen schnell das Heft des Handelns, auch wenn sich Brinkum viel zu oft in unnötige Zweikämpfe verwickeln ließ. „Insgesamt haben wir das Match aber verdient gewonnen, weil wir uns mehr Möglichkeiten als Werder herausgespielt haben“, erklärte Offermann. Und im Gegensatz zum 5:3 gegen die Leher TS war deren Verwertung diesmal auch etwas besser.

In der 20. Minute sorgte eine Energieleistung des Ex-Werderaners Jakob Raub für das 1:1. Der 21-Jährige war einen Schritt schneller als Werders Keeper Gianluca Ferrulli, spazierte allein aufs leere Tor zu und schob zum Ausgleich ein. Danach verzettelte sich Brinkum erneut viel zu oft im „Mittelfeld-Kleinkrieg“. „Da hätten wir klarer spielen müssen“, meinte Offermann. Aber Werder konnte das Sonntag nicht nutzen, weil das Team vorn viel zu harmlos war. „Wir spielen die Bälle einfach nicht gut aus, laufen zu oft ins Abseits und kommen so kaum zu gefährlichen Abschlüssen“, haderte Bremens langjähriger Trainer Andreas Ernst mit seiner Mannschaft. Ansonsten fand Ernst jedoch, „dass Brinkum nicht viel besser war als wir“.

Aber zumindest effektiver im Ausnutzen von Torchancen. In der 40. Minute tankte sich Marcel Dörgeloh bis zur Grundlinie durch, Rückpass auf Nicolai Gräpler – 2:1.

In der zweiten Halbzeit hatten die Gastgeber in Sachen Torgefahr noch weniger zu bieten und liefen mehr als zehnmal ins Abseits. Brinkum indes sorgte in der 60. Minute für die Vorentscheidung zum 3:1. Nach erneut toller Vorarbeit von Dörgeloh war Brandhoff auf und davon und traf mit trockenem Rechtsschuss ins lange Eck. 

Auch Dörgeloh hätte einen Treffer verdient gehabt, knallte das Spielgerät in der 85. Minute jedoch nur an die Latte – den Abpraller setzte Kevin Freistein noch an den Pfosten. „Hoffentlich rächt sich das nicht. Ein Tor von Werder – und das Spiel wird noch eng“, sagte Offermann. Brandhoff jedoch sorgte in der 90. Minute mit seinem Treffer zum 4:1 für allgemeine Erleichterung auf der Brinkumer Bank.

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