Brinkums Co-Trainer Bender euphorisch / „Vierfacher“ Dikollari Matchwinner

„180 Minuten bis Bayern...“

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Brinkums Coach Dennis Offermann (re.) freut sich mit dem vierfachen Torschützen Saimir Dikollari.

Bremerhaven - Von Gerd Töbelmann. Brinkums Co-Trainer Jörg Bender ist nun nicht unbedingt dafür bekannt, lockere Sprüche am Stück rauszuhauen. Nach dem 6:2 (2:1) seines BSV im Viertelfinale des Bremer Fußball-Landespokal bei OSC Bremerhaven meinte er jedoch: „Jetzt noch 180 Minuten bis Bayern.“

Hintergrund: Sollte der Bremen-Liga-Zweite noch zweimal gewinnen, stünde er in der ersten Runde des DFB-Pokals – und könnte dann ein Heimspiel gegen die großen Bayern zugelost bekommen. Unmöglich? Keineswegs, wie das Beispiel des BSV Rehden beweist, der vor eineinhalb Jahren gegen den Rekordmeister in Osnabrück spielen durfte und neben der tollen Erfahrung auch gut Kasse machte.

Doch Bender, eher auf der vorsichtigen Seite, fügte noch hinzu: „Erst einmal muss das Halbfinale gespielt und auch gewonnen werden.“ Dort geht es am Karfreitag, den 3. April, auf eigenem Platz gegen den FC Sparta Bremerhaven.

Dass sich Brinkum an der Küste gegen den Liga-Kollegen so klar würde durchsetzen können, war eine Überraschung. Die durchaus turbulente Woche mit Bekanntgabe des Trainerwechsels im Sommer (Kristian Arambasic für Dennis Offermann) wirkte nicht nach. „Das lag wohl auch daran, dass wir das sauber abgearbeitet und die Mannschaft schnell informiert haben“, sagte Offermann, der vor allem die Offensive seines Teams lobte: „Vorn waren wir zielstrebig und sehr effektiv.“

Damit meinte der 34-Jährige insbesondere seinen Top-Stürmer Saimir Dikollari, der gleich vier Mal zulangte: „Das war wohl Saimirs bestes Spiel, seit er in Brinkum ist.“

Keine Widerrede: Der 31-Jährige war ständig unterwegs und von der OSC-Deckung um Tarek Chaaban kaum zu stellen. „Es ist heute schon gut gelaufen. Ich bin eben Führungsspieler und muss vorangehen. Dass es heute so gut geklappt hat, ist natürlich schön“, strahlte der Matchwinner.

Dabei fing es für die Gäste gar nicht gut an. Schon nach vier Minuten traf Christopher Döscher zum 1:0. Brinkum schüttelte sich aber kurz und schlug 120 Sekunden später zum 1:1 zurück. Dikollari hatte aus 16 Metern per Flachschuss getroffen. Einmal auf den Geschmack gekommen, besorgte der Torjäger in der 37. Minute aus halblinker Position auch das 2:1.

Nach der Pause hätte Kai Tönsmeyer schnell für klare Verhältnisse sorgen können, doch der 21-Jährige schoss das Spielgerät aus sieben Metern freistehend neben das Tor. Machte am Samstag aber nichts, denn da war ja noch Dikollari, der in der 50. Minute aus halbrechter Position auf 3:1 erhöhte. „Wir haben auch gute Chancen, aber uns fehlt heute leider einer wie Dikollari“, stöhnte OSC-Co-Trainer Sven Döscher.

Sein Team kam in der 53. Minute durch einen Kopfball von Gökhan Yücel zwar auf 2:3 heran, doch die Wende war das nicht. Das lag auch daran, dass BSV-Kapitän Jannik Bender in der 66. Minute aus 25 Metern knallhart zum 4:2 in den linken Winkel getroffen hatte. Döschers wenig schmeichelhafter Kommentar für seinen Keeper Nico Eden: „Ein richtiger Torwart hält den.“

Brinkum war nun nicht mehr aufzuhalten und machte durch Dikollaris vierten Streich (75.) und Tönsmeyer (88.) das halbe Dutzend voll.

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