Nur Dreier-Relegation

Chancen des Brinkumer SV für Regionalliga-Aufstieg steigen

Spielausschuss-Chef Jürgen Stebani
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Spielausschuss-Chef Jürgen Stebani wird den beteiligten Vereinen am Donnerstag viel zu erzählen haben.

Noch ist nicht klar, wie es mit der Fußball-Regionalliga weitergeht. Spielausschuss-Chef Jürgen Stebani (70) will den Clubs am Donnerstag Vorschläge machen. Für Bremen-Liga-Meister Brinkumer SV ist wichtig, wie es mit der Regionalliga-Relegation aussieht. Hamburg wird keinen Vertreter entsenden.

Rehden/Brinkum - Der Norddeutsche Fußball Verband (NFV) kann froh sein, dass Jürgen Stebani schon längst Pensionär ist. Der 70-jährige Melbecker ist Chef der Fußball-Spielausschüsse in Norddeutschland und Niedersachsen – und kann sich in der Coronakrise über mangelnde Arbeit nun wirklich nicht beklagen. Seine neuesten Projekte: Wie geht es mit dem Spielbetrieb in der geteilten Regionalliga Nord weiter?

Wie wird die Auf- und Abstiegsfrage geregelt? Was wird aus dem niedersächsischen Landespokals zur Ermittlung der Teilnehmer am DFB-Pokal? Wer soll in die Regionalliga aufsteigen? Fragen über Fragen, deren Antworten noch nicht gefunden sind.

Das kann auch noch etwas dauern. Am Karfreitag traf sich der norddeutsche Spielausschuss unter Stebanis Führung virtuell, um einen Fahrplan zu diskutieren: „Wir haben da mehrere Szenarien entworfen. Die wollen wir jetzt am Donnerstag in einer Videokonferenz mit den Vereinen besprechen. Uns ist wichtig, dass die Clubs beteiligt werden. Entscheiden wird letztlich aber der Spielausschuss.“

Stebani hat Hinrunde noch nicht abgeschrieben

Stebani hat immer noch die Hoffnung, dass zumindest die Hinrunde in der Nord- und Südstaffel beendet werden kann. Der BSV Rehden hätte im Süden nur noch ein Match zu absolvieren. „Wir sind da auf die Verfügungen der einzelnen Länder angewiesen, ob und wann wir wieder zum kompletten Training auf den Platz dürfen. Hamburg hat da schon grünes Licht gegeben – und von Bremen erwarte ich das auch. Nur Niedersachsen und Schleswig-Holstein zögern noch“, sagt Stebani.

Der 70-Jährige ließ im Vorfeld der Gespräche mit den Clubs aber keinen Zweifel daran, „dass es in dieser Saison Absteiger geben werde und muss, damit wir nicht irgendwann bei 30 Mannschaften landen“, so der Spielausschuss-Chef, der schon durchblicken ließ, „dass wir die Regionalliga Nord auch in der kommenden Saison mit einer Nord- und Südstaffel spielen lassen wollen“.

Und was ist mit dem Aufstieg in die Regionalliga? Den soll es nach Stebanis Aussage auf alle Fälle geben: „Das ist auch eine Sache der Gleichbehandlung. Wir können doch nicht sagen, dass wir einen Verein aus der Regionalliga Nord möglichwerweise in die 3. Liga aufsteigen lassen, dieses Recht aber den Mannschaften verweigern, die eine Kategorie tiefer in die 4. Liga aufsteigen wollen.“

 Vielleicht lassen wir auch alle drei Teams in die Regionalliga.

Jürgen Stebani, Spielausschuss-Chef des NFV

Und hier hofft Stebani, dass es zu einer Relegation kommen wird. Der Niedersachsen-Meister steigt direkt auf. Der Vizemeister sowie die Meister aus Bremen (der Brinkumer SV hat es in der Bremen-Liga aufgrund der Quotientenregelung geschafft), Hamburg und Schleswig-Holstein sollen eigentlich eine Vierergruppe bilden, um in einer einfachen Runde zwei weitere Aufsteiger zu ermitteln. Eigentlich. Denn diese Viererrunde wird höchstens noch eine Dreier-Veranstaltung werden. Stebani nennt den Grund: „Eigentlich hatte ich Nennungen aus allen Bundesländern bekommen. Aber Hamburg hat jetzt zurückgezogen, wird kein Team für die Aufstiegsrunde benennen. Somit spielen dann drei Mannschaften die beiden Regionalliga-Plätze aus, wenn wir denn endlich wieder ran dürfen.“

Rekord: 34 Mannschaften melden für die Regionalliga

Noch ist nicht absehbar, wie die laufende Spielzeit in der Regionalliga Nord der Herren beendet werden kann. Dennoch laufen beim Verband und den Vereinen schon die Planungen für die Saison 2021/2022, die (so die Hoffnung aller Beteiligten) mit weniger Einschränkungen zu kämpfen hat als die vergangenen zwei Spielzeiten.

Der Norddeutsche Fußball Verband (NFV) meldet, dass insgesamt 34 Clubs aus Norddeutschland für die kommende Saison 2021/2022 fristgerecht eine Zulassung für die Regionalliga Nord der Herren beantragt und ihre Unterlagen zur Prüfung beim (NFV) eingereicht haben. Dies bedeutet eine Rekordzahl an Meldungen und zeige laut Verband, dass die Regionalliga Nord für Vereine weiterhin eine große Attraktivität besitze.

Gemeldet haben, Niedersachsen: BSV Rehden, 1. FC Germania Egestorf/Langreder, Kickers Emden, Hannover 96 II, Heeslinger SC, HSC von 1893, Lüneburger SK Hansa, SC Spelle/Venhaus, SSV Jeddeloh, SV Atlas Delmenhorst, SV Drochtersen/Assel, SV Meppen, SV Ramlingen-Ehlershausen, TSV Havelse, TuS Blau-Weiß Lohne, VfB Oldenburg, VfL Oldenburg, VfL Wolfsburg II und Borussia 06 Hildesheim.

Hamburg: Altona 93, Eintracht Norderstedt, Teutonia Ottensen, FC St. Pauli II und Hamburger SV II.

Schleswig-Holstein: Phönix Lübeck, Holstein Kiel II, Heider SV, SC Weiche Flensburg 08, SV Todesfelde und VfB Lübeck.

Bremen: Brinkumer SV, Bremer SV, FC Oberneuland und SV Werder Bremen II.

Bliebe aber noch eine weitere Frage: Was ist eigentlich, wenn auch diese Relegation aufgrund der politschen Corona-Entscheidungen (die nächste Bund-Länder-Runde ist am 12. April) nicht stattfinden darf? Stebani will sich zwar nicht wirklich vor dem Meeting mit den Vereinsvertretern in die Karten schauen lassen, ließ aber schon mal erkennen, dass er sich dann auch vorstellen kann, „dass wir alle drei Mannschaften in die Regionalliga lassen“.

Das wäre aus Bremer Sicht dann so, wie in der vergangenen Saison, als  auch Bremen-Liga-Meister FC Oberneuland ohne Relegation hoch durfte – und bis zur Unterbrechnung der Serie als Siebter von elf Teams eine sehr passable Figur abgab.

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