Zander-Team nach 4:1-Derbysieg in Weyhe nun schon Zweiter / „Freuen uns jetzt auf Werder III“

Brinkums „Atomlauf“ geht weiter

Kleiner Mann ganz groß: Brinkums Ufuk Gencer freut sich übers 1:0.

Kreis-Diepholz - Von Gerd TöbelmannWEYHE · Dieser Lauf ist fast schon beängstigend: Durch das gestrige 4:1 (1:0) beim nach wie vor punktlosen Aufsteiger SC Weyhe kletterte der Brinkumer SV nach sieben Spieltagen nun schon auf Platz zwei der Fußball-Bremen-Liga. Kein Wunder, dass Trainer Holger Zander meinte, „dass wir uns jetzt freuen, am kommenden Samstag gegen Meister Werder III zu spielen.“

Freude wollte naturgemäß bei den Weyhern nicht aufkommen. Das Team spielte phasenweise zwar auf Augenhöhe mit, leistete sich im hinteren Bereich aber zu viele Aussetzer, um wirklich etwas Zählbares verdient zu haben. „Fußballerisch war das heute gar nicht schlecht, aber spätestens das dumme 0:2 hat uns das Genick gebrochen“, bilanzierte Weyhes Coach Stephan Joho.

In der 53. Minute schlug SC-Keeper Daniel Denter über den Ball, Brinkums Last-Minute-Neuzugang Lord Hoopmann wusste gar nicht, wie ihm geschah und drückte das Leder zum 2:0 ins leere Tor. Schon das Brinkumer 1:0 (9.) ließ die Weyher nur mit dem Kopf schütteln, denn nach langem Freistoß durfte „Zwerg“ Ufuk Gencer per Kopf das 1:0 der Gäste erzielen. Danach schauten sie sich in der Weyher Abwehr nur mit Fragezeichen in den Augen an.

Brinkum machte in der ersten Viertelstunde mächtig Dampf, doch danach war Weyhe mindestens gleichwertig – hatte sogar die besseren Chancen. Zweimal Patrick Grisko (16./18.) und einmal Daniel Engelhardt (31.) hatten den Ausgleich auf dem Fuß – vergaben jedoch. Die rund 100 Zuschauer jedenfalls sahen 45 Minuten lang Tempofußball, wobei auch die Weyher zügig kombinierten und zum guten Gesamteindruck beitrugen.

„In der Kabine herrschte trotz des 0:1 noch Aufbruchsstimmung. Die Jungs haben dran geglaubt, dass heute noch was geht“, erklärte Joho.

Aber dieses positive Gefühl wurde durch Denters Patzer zunichte gemacht. Fortan spielte Brinkum zwar nicht brillant, dafür aber effektiv. Nach Steilpass sorgte BSV-Spitze Ugur Saatci in der 74. Minute für das 3:0. Nur drei Minuten später wurde Gencer von Marc Rässler auf die Reise geschickt und veredelte den guten Pass mit dem 4:0. Zu diesem Zeitpunkt hatte Joho den Glauben an die Wende längst aufgegeben und beorderte Defensivmann Ecevit Palmanak aufs Feld, um einen noch höheren Abschuss zu verhindern.

Wenigstens das klappte. Und auch eine weitere Auswechselung trug Früchte, denn in der 85. Minute erzielte der kurz zuvor eingewechselte Samuel Darko das Weyher Ehrentor zum 1:4. So richtig gefreut hat sich darüber aber kein Weyher, denn allen ist klar, dass es eine beinharte Saison wird, um nicht gleich wieder in die Landesliga abzudriften.

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