Brinkums Abwehrspieler beim 1:2 gegen Aumund-Vegesack verletzt in Klinik

Schock für Mirkan Pakkan

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Kein Durchkommen: Brinkums Esin Demirkapi und Marcel Dörgeloh (von links) steigen zum Kopfball hoch, Vegesacks Johannes Metschuk (Nr. 19) fliegt vorbei, Dörgeloh köpft – doch der Ball bleibt in der Abwehr der Gäste hängen.

Brinkum - Von Cord Krüger. Die gellenden Schreie gingen Spielern und Offiziellen beider Teams und den 40 Zuschauern am Brinkumer Kunstrasenplatz fürchterlich durch Mark und Bein. Es lief die 85. Minute des Bremen-Liga-Duells zwischen dem Brinkumer SV und der SG Aumund-Vegesack, als Vegesacks Abdullah Özkul Brinkums Abwehrmann Mirkan Pakkan in die Beine rutschte. Pakkan brüllte, Kicker beider Seiten und Schiri Kevin Tkotsch winkten hektisch die BSV-Betreuer herbei – doch die konnten den Verletzten nur noch vom Feld führen. Am Ende verlor der BSV nicht nur 1:2 (0:1), sondern auch den 28-Jährigen. Erster Verdacht: Kreuzbandriss. Pakkan kam per Krankenwagen in die Klinik.

„Ich hoffe, dass es nicht so schlimm ist“, stöhnte Brinkums Trainer Kristian Arambasic. Doch er rechnete damit, „dass ich jetzt wieder meine Innenverteidigung umbauen muss.“

Zur Zeit dieses Schocks schien die Partie bereits gelaufen. Arambasics Ex-Club lag 2:0 vorn, Brinkum hatte sein Auswechselkontingent bereits ausgeschöpft und spielte nun zu zehnt – allerdings gegen nur noch zehn Vegesacker, denn SAV-Stürmer Bilal Subasoglu hatte in Minute 79 den am Boden liegenden Artur Degtjarenko gestoßen – und Rot gesehen. Kurz vor Ende der offiziellen Spielzeit war die SG dann in Überzahl, weil Brinkums Dennis Krefta Daniel Rosenfeld erst anblaffte und dann umrempelte. „Eigentlich hätte es heute aber noch zwei Rote Karten mehr geben müssen“, ärgerte sich Arambasic und meinte Özkuls Foul an Pakkan sowie das Handspiel von Johannes Metschuk, mit dem er als letzter Mann den Alleingang von Marcel Dörgeloh unterband (21.). „Da hätte das Spiel schon zu unseren Gunsten entschieden sein können“, seufzte Arambasic. Denn zuvor hatte Dörgeloh nach schönem Zuspiel von Jannik Bender mit einem Schuss ans Außennetz Pech (11.), und ohne Metschuks Einschreiten hätte es das 2:0 sein können.

So aber machten die Blau-Weißen die Gäste stark. Leichtfertige Ballverluste spielten der SAV mit ihren schnellen Umschalt-Akteuren in die Karten. Die Folge: Subasoglu nutzte einen Abpraller in der BSV-Abwehr, entwischte Kevin Gibek und vollendete ins lange Eck (39.). „Ein Pingpong-Tor“, meinte Arambasic. Doch die Pausenführung war verdient, weil Vegesack griffiger in die Zweikämpfe ging und mit dem glitschigen Geläuf im strömenden Regen besser zurecht kam.

Nach der Pause ein ähnliches Bild – und ein nächster Rückschlag: SAV-Kapitän Abdullah Basdas hämmerte einen Freistoß von ziemlich weit links zum 2:0 unter die Latte (50.). „Da hat man gesehen, das Dirk Mergard noch nicht trainieren konnte“, urteilte Arambasic über seinen Winter-Neuzugang im Tor: „Der Ball schlug ziemlich mittig ein. Aber das weiß Dirk selbst.“

Lange deutete danach vieles darauf hin, dass nichts mehr passieren dürfte – bis zur hektischen Schlussphase und der achtminütigen Nachspielzeit, in der Marcel Brendel per Schuss ins lange Eck das 1:2 gelang und die Platzherren alles nach vorn warfen. „Und weil alle da so eine Moral gezeigt haben, kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen“, hakte Arambasic die erste Heimniederlage unter seiner Regie schnell ab.

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