27:19 gegen Marienhafe / Trainer unzufrieden / Karnick und Brenning wechseln

Brinkumer „Trantüten“ feiern vierten Sieg in Serie

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In Unterzahl vollstreckt Brinkums Julian Wilkens nach einem Tempogegenstoß zur zwischenzeitlichen 10:6-Führung der Gastgeber. ·

Brinkum - Von Daniel WiechertSven Engelmann sprang von der Bank auf, wedelte fuchsteufelswild mit den Armen, bevor er seine Handflächen um den Mund legte, damit auch wirklich jeder Spieler seine lautstarken Anweisungen verstehen konnte. Brinkums Trainer lebt den Handball – auch wenn es für sein Team Jahn Brinkum in der Verbandsliga nicht mehr um viel geht, der 47-Jährige will Erfolge – wie am Samstag beim 27:19 (10:8)-Heimsieg gegen die TuRa Marienhafe.

Energisch tippte Engelmann nach der Partie auf den Spielbogen – 14:14 in der 40. Minute stand auf der Stelle, auf die Brinkums Trainer zeigte. „Das war der Knackpunkt“, sagt Engelmann. Nach dem allerersten Ausgleich der Gäste durch Tido Poppinga drohte den Brinkumern die Partie 20 Minuten vor Schluss zu entgleiten, doch nichts da: Meik Schäfer drehte jetzt am Kreis auf, seine drei Tore sowie ein Treffer von Julian Wilkens sorgten für das 18:14 (45.). Dass dieser Brinkumer Zwischenspurt gelang, lag aber auch an Aschkan Sadeghi. In dieser spielentscheidenden Phase zeigte der Jahn-Keeper gleich bei zwei „Doppel-Paraden“ seine ganze Klasse. Spätestens als Nicolas Karnick in der 56. Minute per Siebenmeterwurf zum 25:18 traf, war das Spiel entschieden. Auf Friede, Freude, Eierkuchen wollte Engelmann aber nicht machen: „Das war heute teilweise zu trantütig, zu lethargisch. Das darf in der eigenen Halle einfach nicht passieren.“

Trotzdem durften sich die Brinkumer Spieler nach dem Sieg von den Anhängern feiern lassen. Als sich die Jahn-Akteure nach dem vierten Erfolg in Serie geschlossen beim Publikum bedankten, war auch Karnick mittendrin. Dieses Bild wird es nicht mehr allzu oft zu sehen geben, denn zum Saisonende bricht der Rechtsaußen nach zwei Jahren seine Zelte beim Jahn ab. Der sichere Siebenmeterschütze wird in der kommenden Serie für den Oberligisten HSG Schwanewede/Neuenkirchen auf Torejagd gehen. Bis zuletzt hatte Trainer Engelmann probiert, Karnick umzustimmen. „Das Angebot war aber zu verlockend“, sagt der Jahn-Trainer: „Nico hinterlässt natürlich ein Loch, aber davon geht die Welt nicht unter. Wir werden einen neuen Rechtsaußen präsentieren.“ Karnick ist aber nicht der einzige, der nur noch zwei Mal das schwarz-weiße Brinkumer Trikot tragen wird. Auch die Zeit von Hannes Brenning ist nach fünf Jahren beendet. „Er will sich verändern“, sagt Engelmann und Brenning gibt zu: „Ich will tatsächlich noch einmal etwas Neues sehen. Hier in Brinkum war es zuletzt schwierig, ausreichend Spielminuten zu sammeln. Auf der Position am Kreis gibt es an Meik Schäfer kein Vorbeikommen.“ Wohin die Reise geht, ist laut Brenning noch unsicher. Im Verlosungstopf könnte sich jedoch der ATSV Habenhausen II befinden.

Egal, wohin es geht, Brenning und Karnick betonen unisono, dass ihnen die Entscheidung nicht leicht gefallen sei: „Menschlich ist das hier in Brinkum eine ganz starke Truppe, die mir fehlen wird, egal, wohin ich wechsle“, so Brenning.

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