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Brinkum gegen Aumund-Vegesack endlich mal Außenseiter

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Von: Felix Schlickmann

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Yassin Bekjar (am Ball)
Steht vor der Kaderrückkehr: Yassin Bekjar (am Ball), Schlüsselspieler in Brinkum. © Töbelmann

Der Brinkumer SV muss im Spiel bei der SG Aumund-Vegesack mit einer ungewohnten Rolle zurechtkommen. Trainer Mike Gabel findet durchaus Gefallen am Außenseiterdasein – und überlegt, dem Tabellenführer sogar Großteile des Balls zu überlassen.

Brinkum – Der Titel „Pflichtaufgabe“ ist für das Fußballspiel zwischen dem Brinkumer SV und der SG Aumund-Vegesack wohl bestens gewählt. Auf der einen Seite der amtierende Vizemeister, auf der anderen beendete die SAV die vergangene Bremen-Liga-Saison nur zwei Ränge über einem Abstiegsplatz. Der Clou bei der Sache: Das Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften am Vege-sacker Bahnhofsplatz (Samstag/14.00 Uhr) ist nicht für die Brinkumer eine Pflichtaufgabe, sondern vielmehr aus Sicht der SAV.

„Wir sind brutaler Außenseiter“, sagt BSV-Trainer Mike Gabel – es dürfte das erste Mal in seiner über dreijährigen Amtszeit sein, dass ihm diese Worte über die Lippen kommen. Selbst den schier übermächtigen Bremer SV haben sie in Brinkum in den vergangenen Jahren gerne und mit mehr Selbstvertrauen herausgefordert.

Gabel und die „Bürde“ des Favoriten

Doch es hat sich einiges geändert am Brunnenweg. Die Mannschaft steckt in dieser mit Pleiten, Pech und Pannen verfluchten Saison voll im von Gabel angekündigten Umbruch und dümpelt auf Platz zehn der Tabelle herum. Ganz anders Vegesack: Die SAV grüßt nach 13 Spieltagen von ganz oben – und das laut Gabel zurecht. „Sie haben einen super Lauf. So wie wir den im negativen Sinne haben, haben sie ihn im positiven“, meint der 40-Jährige: „Sie stehen kompakt als Mannschaft, sind sehr, sehr gut im Umschaltspiel. Das ist eine geschlossene Einheit. Sie stehen nicht umsonst da, wo sie stehen.“

Es könne allerdings ebenso eine „Bürde“ für einen Favoriten sein, „auch mal das Spiel machen zu müssen“, lässt Gabel sich vorab etwas in die Karten blicken: „Vielleicht stellen wir uns ja mal hinten rein.“ Ein „paar schnelle Jungs“ hätten sie schließlich im Kader, unterstreicht der Coach, entsprechend könnte sein Team auch kontern.

Wir haben alle Freiheiten, dürfen das Spiel sogar verlieren. Und das kommt nicht so oft vor.

Mike Gabel über die neue Brinkumer Außenseiterrolle

Damit meint er unter anderem Mert Bicakci, der nach seinem Muskelbündelriss bei 100 Prozent ist, und den nun voll integrierten Neuzugang Mohammad Habibullah. Beide sind Startelfkandidaten. Chancen auf die Kaderrückkehr haben zudem Yassin Bekjar und Hamudi Taha. Beide waren verletzt, und Bekjar sei „eher ein Kandidat“, verrät Gabel, „weil Hamudi ja monatelang Pause hatte“.

Generell gebe ihm die mittlerweile wieder ordentliche Personalauswahl im Gegensatz zu großen Teilen der Saison ein „gutes Gefühl“, erklärte der Trainer. Noch etwas Neues in Brinkum.

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