Katz-und-Maus-Spiel

Brinkumer SV schießt SC Borgfeld mit 10:0 vom Platz

Omar Kujabi (li.) und Linus Lührsen
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Immer einen Schritt zu schnell: Omar Kujabis (li.) Brinkumer hatten keine Mühe mit Linus Lührsen und dem SC Borgfeld.

Das war überdeutlich: Mit 10:0 hat der Brinkumer SV am Mittwochabend den SC Borgfeld abgefertigt. BSV-Trainer Mike Gabel hätte von seinem Bremen-Ligisten gerne noch mehr Tore gesehen.

Brinkum – Überpünktlich pfiff Schiedsrichter Michael Djoric (Tura Bremen) die Bremen-Liga-Partie im immer stärker werdenden Dauerregen am Mittwochabend ab. Das war ihm nicht zu verdenken, schließlich stand es zwischen dem Brinkumer SV und dem SC Borgfeld 10:0. Einer hätte die Nachspielzeit aber sicher gerne noch mitgenommen – BSV-Coach Mike Gabel. Denn der musste von Manager Jörg Bender später gar zum „Lächeln“ aufgefordert werden. „Wir hätten noch mehr Tore schießen müssen“, betonte Gabel: „Das ist natürlich Meckern auf hohem Niveau. Aber es gibt eben eine Sache, über die ich meckern muss: Egoismus vor dem Tor.“

Die Brinkumer spielten mit ihrem völlig überforderten Gegner Katz und Maus, führten zur Pause bereits mit 4:0 – und legten nach dem Wechsel sechs weitere Treffer nach. Den Anfang machte Routinier Dennis Janssen mit einem strammen Schuss aus dem Rückraum (7.). Und Co-Trainer Kevin Artmann wies seine Mannschaft gleich mal an, wie sie mit dem Gegner umgehen soll: „Keine Gnade, wir machen das die ganze Zeit!“ Zwar fanden die Gastgeber nicht gleich immer die Lücken in der fast nur im eigenen Strafraum gefesselten Borgfelder Mannschaft, doch mit ein paar Umstellungen zeigten sie dann ihr Repertoire. Ramien Safi war für Rizgar Kadah nur mit unfairen Mitteln zu stoppen, Can Ercan verwandelte den Elfmeter (34.). Dann verwertete Omar Kujabi einen Flachpass von Janssen nach einer Drehung mit einem Linksschuss (40.), bevor Mohamad Taha den schönsten Angriff der ersten Hälfte veredelte. Ercans Chipball aus dem Halbfeld fand Safi, der legte zurück, Taha schob ein (43.).

Dennis Janssen und Yagmur Horata treffen doppelt

Nach dem Seitenwechsel ging das Scheibenschießen munter weiter. Janssen köpfte eine Ecke völlig freistehend ein (54.), Safi traf nach einem weiteren (zu) schnellen Antritt mittig mit links (57.), dann legte der Flügelflitzer für den eingewechselten Yagmur Horata auf, der nur noch einschieben musste (68.). Fünf Minuten später durfte auch Ersatz-Kapitän Nicolai Gräpler (Jannik Bender wurde erst in der 71. Minute eingewechselt) treffen, er verwandelte den zweiten von Safi herausgeholten Elfmeter, bevor Redouan Kaid nach zwei Pfostentreffern abstaubte (76.) und Horata mit einem feinen per Außenrist reingestreichelten Ball den 10:0-Endstand erzielte (84.).

Bezeichnend für Gabels Tor-Gier war die 82. Minute: Innerhalb von wenigen Sekunden hatte Safi zweimal seine Gegenspieler stehen lassen, um dann zum Schlenzer anzusetzen und den rechten Winkel anzuvisieren. Zweimal verzog er deutlich. „Ramien!“, schrie der Brinkumer Trainer auf den Platz: „Jetzt werde ich sauer!“ Für diese Ansage hatte der 39-Jährige sogar mal kurz seinen Plastikstuhl in seiner Coachingzone verlassen, auf dem er ansonsten seelenruhig das Spiel verfolgte.

Allein diese Tatsache zeigt allerdings schon auf, wie einfach es die Gastgeber tatsächlich hatten. Normalerweise sitzt Gabel während eines Spiels nicht viel, er greift gerne ins Geschehen ein. Am Mittwoch war das selten nötig. „Die Jungs funktionieren gut“, beschloss er den Abend dann doch noch mit einem Lob: „Wir haben alle Varianten drauf und können immer gefährlich sein.“

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