„Nicht im Stile eines Spitzenteams“

Brinkum trotz 4:1-Sieg bei Werder III weit weg von der Bestform

Bowen Wang und Niklas Hagens (im Fallen)
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Einschussbereit: Brinkums Bowen Wang hätte den Ball nur noch über die Linie drücken müssen, doch Werder-Kapitän Niklas Hagens (im Fallen) entschärft die Flanke zuvor.

Der Brinkumer SV hat seine Hausaufgaben gemacht und mit 4:1 beim SV Werder Bremen III gewonnen. Dem Bremen-Ligisten reichten dabei zehn starke Minuten vor der Pause.

Bremen – In der Halbzeitpause legte sich Esin Demirkapi den Fußball auf den Elfmeterpunkt – und donnerte ihn in den rechten Winkel. Marcel Pfaar im Tor hatte zwar die richtige Ecke geahnt, jedoch keinerlei Chance auf eine Parade. In dieser kurzen Aufwärmphase der Ersatzspieler zeigte der Abwehrboss des Brinkumer SV, warum er Strafstoßschütze Nummer eins ist. Wenn er denn nicht – so wie am Samstag beim 4:1 (3:0)-Sieg beim SV Werder Bremen III über weite Strecken – geschont wird.

Ramien Safi war zu diesem Zeitpunkt bei der Besprechung in der Kabine. Vielleicht hätte er sich eine Kleinigkeit abgucken können bei Demirkapi. Der Topscorer der Bremen-Liga hatte zuvor nach einem Foul an Omar Kujabi vom Punkt links vorbeigezielt (20.). Für Trainer Mike Gabel gab es nach dem ungefährdeten Sieg jedoch keinerlei Grund, dem Niederländer Vorwürfe zu machen. „Ich könnte mir aber vorstellen, dass Ramien beim nächsten Mal von alleine sagt, er stellt sich nicht zur Verfügung“, meinte Gabel.

Der pfeilschnelle Flügelspieler hat bei allem persönlichen Ehrgeiz mit Blick auf den Gewinn einer „Torjägerkanone“ schließlich vor allem den Mannschaftserfolg im Auge. Den er allerdings mit seinem Fehlschuss auch nicht in Gefahr gebracht hatte. Denn die Brinkumer hatten am Osterdeich trotz einer dürftigen Leistung alles unter Kontrolle. Und so reichten zehn starke Minuten unmittelbar vor der Pause, um Werders Drittvertretung den Zahn zu ziehen.

Nach der Pause wenig los am Osterdeich

Erst köpfte Dennis Janssen eine Ecke von Eugen Uschpol am zweiten Pfosten ein (34.). Dann war Safi nach einem Steilpass von Bowen Wang auf und davon, blieb diesmal cool und chipte den Ball lässig ins Tor (39.). Und zuletzt sorgte Wang für den schönsten Treffer: In einer tollen Einzelaktion setzte sich der 18-Jährige nacheinander gegen gleich mehrere Bremer durch und erzielte aus ganz spitzem Winkel die Vorentscheidung – 3:0 (40.).

Nach dem Seitenwechsel war wenig los auf dem Kunstrasen, Uschpol sorgte mit einem sehenswerten Freistoßtor aus 25 Metern halbrechter Position für das einzige Highlight (83.). Und Gabel monierte das Abwehrverhalten beim Gegentreffer durch Oryiama Nao (90.+1): „Den Angriff haben wir verschlafen. Sie spielen zehn, fünfzehn Stationen durch, ohne dass wir ernsthaft in den Zweikampf kommen.“

Generell war der Trainer alles andere als zufrieden mit der Leistung seiner Spieler. „Es ist schön, dass wir mit 80 Prozent unserer Leistungsfähigkeit Spiele gewinnen, aber ich bin dazu da, dass wir 100 Prozent bringen“, erklärte der 39-Jährige: „Das wird auf Dauer nicht reichen, und das nervt mich schon. Wir spielen das nicht im Stile eines Spitzenteams.“

Horata nicht mehr dabei

Es war keine Liebesbeziehung zwischen Yagmur Horata (26) und dem Brinkumer SV. Taktische Mängel zogen sich beim Stürmer durch die Anfangszeit am Brunnenweg, wenige Einsätze waren die Folge. Und nun gehört Horata nicht mehr zum Kader. „Manchmal passt es einfach nicht mit Trainer und Spieler“, so Trainer Mike Gabel: „Darum haben wir entschieden, uns zu trennen.“

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