Brinkumer 3:0-Sieg

Gräplers feines Füßchen knackt das Bollwerk Vatan

Jannik Bender (links)
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Spontan doch dabei – und dann auch noch Torschütze: Jannik Bender (links).

Der Brinkumer SV hat das Spitzenspiel der Bremen-Liga souverän mit 3:0 gegen den KSV Vatan Sport gewonnen. Damit behielt die beste Offensive die Oberhand gegenüber der besten Defensive.

Bremen – Auswärtsspiel bei der besten Abwehr der Bremen-Liga? Da könnte schon einmal Skepsis aufkommen, ob drei Punkte tatsächlich drin sind. Nicht so beim Brinkumer SV. An die eigene Stärke glaubend, war ein Sieg beim KSV Vatan Sport das klare Ziel – und die Fußballer lieferten. Ein mickriges Tor hatte den die Gastgeber in den ersten sechs Spielen kassiert. Brinkum fügte drei hinzu, fing sich selbst keines und fuhr so mit einem souveränen 3:0 (1:0)-Sieg am Sonntagabend nach Hause. „Absolut zufrieden“ war Trainer Mike Gabel mit dem Auftritt.

Bei Dennis Janssen (Leistenzerrung) hatte es wie befürchtet nicht gereicht, doch Gabel brauchte im Mittelfeld „Kopfballstärke“. Also stellte sich Jannik Bender zur Verfügung, lief trotz privater Verpflichtungen auf – und zeigte eine starke Vorstellung inklusive Tor (86.). Neben dem Kapitän setzte der Trainer im Zentrum auf Hyoungbin Park und Esin Demirkapi, eigentlich Abwehrchef. Aber, wie gesagt, die Gäste brauchten Kopfballstärke.

Gräplers trifft zur Führung: „Das hat er ganz geil gemacht“

Denn Vatan agierte aus einer extrem kompakten Defensive heraus mit vielen langen Bällen. „Das Spiel lief so: Wir hatten den Ball, der Gegner hat super verteidigt“, erklärte Gabel. Entsprechend wichtig war Nicolai Gräplers tolles Tor in der 32. Minute. Nach seinem Pass auf Omar Kujabi hinterlief der Linksverteidiger und hob den Ball aus spitzem Winkel mit viel Gefühl per Innenpfosten ins lange Eck. „Das hat er ganz geil gemacht“, schwärmte sein Trainer. Ramien Safi in zwei Szenen eher weniger. Bei seinem Lattenkracher aus 25 Metern (12.) war noch viel Pech dabei, halblinks frei vor dem Tor vergab Brinkums Topstürmer (elf Treffer) dann eher fahrlässig (43.).

Und auch nach dem Wechsel zeigte sich bei Safi eine ungewohnte Abschlussschwäche. Der Flügelflitzer traf erst aus drei Metern vor dem leeren Tor den Pfosten (50.) und jagte den Ball dann nach erneut toller Vorarbeit des starken Omar Kujabi (55.) in die Wolken. Es folgte die schwächste Phase der Gäste, „Das Spiel ist verflacht, es wurde auf beiden Seiten nur noch gebolzt“, berichtete Gabel: „Da müssen wir uns verbessern und Spielkontrolle reinbekommen.“ Die gab es später durch das 2:0. Kujabi war mal wieder zu schnell für die KSV-Abwehr, konnte nur per Foul gestoppt werden – und Demirkapi verwandelte den Elfmeter (79.). Benders Tor nach Gräpler-Ecke ließ auch Vatans einzige Chance vergessen, die Marcel Pfaar ohnehin stark parierte (83.).

„Wir müssen das Spiel früher entscheiden“, bemängelte Gabel einmal mehr die Chancenverwertung. Ansonsten gab es aber nicht viel zu meckern. Kein Wunder, schließlich war die beste Offensive zuvor auch über die stärkste Defensive der Bremen-Liga hinweggerollt.

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