Sprinterin startet bei DM über 100 und 200 Meter

Freese hat die Finals im Visier

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Sehr gut drauf: Anna-Lena Freese.

Brinkum - Von Arne Flügge. Klar, die Freude über Platz eins und zwei bei den U23-Europameisterschaften in Tallinn war bei Anna-Lena Freese riesengroß. Und Gold- sowie Silbermedaille „werden in meinem Wohnzimmer einen Ehrenplatz bekommen“, schmunzelt die 21-Jährige.

Doch damit ist der Triumph auch abgehakt. Die Sprinterin des FTSV Jahn Brinkum hat längst wieder die Resettaste gedrückt, ist vom Jubel- in den Wettkampfmodus übergegangen. Denn am Wochenende steht bereits das nächste Highlight auf dem Programm: Freese startet morgen und am Sonntag bei den Deutschen Meisterschaften in Nürnberg im Wettbewerb der Frauen über 100 und 200 Meter.

Es ist das erste Mal, dass die junge Athletin bei einer Großveranstaltung im Einzel einen Doppelstart wagt. „Es ist also eine Premiere“, sagt Fresse, auf die sie sich „richtig freut“.

Die Konkurrenz ist mächtig, aber Freese lässt sich davon nicht ins Bockshorn jagen. Ihr Ziel: über beide Distanzen das Finale zu erreichen. Über 100 Meter gilt es vor allem, „eine richtig gute Zeit zu laufen“. Schafft sie das, so könnte sie als Staffelläuferin noch auf den WM-Zug nach Peking aufspringen. Die Nominierung für die Weltmeisterschaften vom 22. bis 30. August erfolgt nach den Titelkämpfen in Nürnberg.

Über die 200 Meter ist für Freese einiges drin. Vielleicht sogar eine Medaille? „Ich weiß es nicht, ich versuche, mein bestes Rennen zu laufen, und dann sehen wir mal“, sagt die Brinkumerin. Auch über diese Distanz gilt: Heranpirschen an eine Nominierung für Peking. Freeses Bestzeit liegt bei 23,22 Sekunden. Für einen Einzelstart in China müsste sie die 22,90 Sekunden knacken. „Und da bin ich ja gar nicht so weit von weg“, erklärt die 21-Jährige.

Freese geht mit unheimlich viel Selbstvertrauen in diese Meisterschaften. „Sie ist hochmotiviert. Tallinn hat ihr noch einmal positive Euphorie gegeben“, hat Freeses Stützpunkttrainer Björn Sterzel erkannt: „Sie weiß: ,Jawoll, ich bin wieder schnell und das nicht nur im Training!‘“

Sterzel traut seiner Athletin in Nürnberg einiges zu: „Wichtig ist, dass sie über die 100 Meter gleich einen guten Start erwischt und dranbleibt. Auf der zweiten Hälfte ist sie immer gut.“ Gleiches gelte auch für die 200 Meter. „Und bei einem idealen Rennen kann sie vorn mitmischen“, glaubt der Coach.

Sterzel spricht von der „wohl besten Saison“, die Anna-Lena in ihrer Karriere bisher hingelegt hat. „Sie hat ein grandioses Jahr“, schwärmt der Trainer, „wenn man bedenkt, durch wie viele Tiefen sie zu Beginn gegangen ist. Und unter dem Druck liefert sie dann in Tallinn dann ihre besten Leistungen ab.“ Das zeige die absolute Willensstärke seiner Athletin, zu sagen, „jetzt hau ich alles raus“.

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