Brinkumer Spaziergang

Bremen-Ligist fertigt VfL 07 mit 10:0 ab

Brinkums Stürmer Saimir Dikollari umkurvt hier VfL-Keeper Daniel Schlüter und schiebt wenig später zum 9:0 ein. - Foto: Töbelmann
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Brinkums Stürmer Saimir Dikollari umkurvt hier VfL-Keeper Daniel Schlüter und schiebt wenig später zum 9:0 ein.

Bremen - Von Gerd Töbelmann. In der Fußball-Bremen-Liga hat der Brinkumer SV seinen dritten Platz verteidigt und zudem noch etwas für sein Torverhältnis getan. Gleich mit 10:0 (5:0) erteilten die Gäste dem VfL 07 Bremen dabei eine Lehrstunde, die auch den ansonsten so kritischen Manager Frank Kunzendorf zufrieden stellte.

Allerdings muss dieser Erfolg auch relativiert werden. Mit dem Team der vergangenen Saison, als die Bremer den BSV noch mit 4:3 niedergerungen hatte, hat das aktuelle Team fast nichts mehr zu tun. Der neue Trainer Jürgen Damsch, in früheren Jahren beim SC Weyhe auch schon mal für die A- und B-Jugend in der Regionalliga im Amt, beschrieb die Lage so: „15 Spieler haben den Verein verlassen. Ich musste quasi ein ganz neues Teram aufbauen. Wir müssen uns jetzt irgendwie in die Winterpause retten und vielleicht noch den einen oder anderen Punkt holen. Im Winter will ich dann versuchen, zwei oder drei neue Leute zu holen, die mit uns dann den Klassenerhalt schaffen sollen.“

Brinkmann waren die Bremer Personal-Rotationen natürlich nicht verborgen geblieben. „Deshalb habe ich heute auch sieben Spieler mit offensiver Ausrichtung aufgeboten“, erklärte der Coach. Auf den defensiven Außenbahnen spielten etwa Maximilian Wirth (rechts) und Marcel Brendel (links), die eindeutig lieber den Vorwärtsgang einlegen als hinten Defensivzweikämpfe führen zu müssen. 

18 Minuten lang mühte sich Brinkum für den ersten Treffer

„Das hat sich ausgezahlt, denn durch diese Aufstellung haben wir spielerisch an Klasse gewonnen“, sah sich Brinkmann bestätigt. Allerdings meinte der 55-Jährige auch: „Ich hätte nicht gedacht, dass der VfL 07 so offensiv spielt. Wir hatten auch in deren Hälfte noch viel Platz.“ Besonders über die rechte Abwehrseite der Gastgeber konnte Brinkum immer wieder wie das heiße Messer durch die VfL-Abwehrbutter fahren.

18 Minuten lang mühte sich Brinkum, um den ersten Treffer zu erzielen. Marcel Brendel (8.) und Saimir Dikollari (26.) hatten da schon die Latte rasiert. Dann aber klappte es: Per Rechtsschuss aus 17 Metern brach Dikollari den Bann und traf zum 1:0. Danach brachen Stück für Stück die Bremer Dämme. Marcel Dörgeloh (32./Flachschuss aus 18 Metern), Joshua Brandhoff (38./Direktabnahme nach Dikollari-Flanke), Malik Gueye (39./Schuss aus 16 Metern) und erneut Dikollari (44./nach Linksflanke) sorgten zur Pause für das überdeuliche 5:0.

„Absolut in Ordnung“

Die einzige Frage, die für die zweite Halbzeit noch offen blieb: Gelingt den Brinkumern ein zweistelliger Kantersieg, ohne dass sich ein Spieler verletzt? Beides konnte am Samstag mit Ja beantwortet werden. Bitter war der Nachmittag bei herrlichem Sonnenschein eigentlich nur für BSV-Keeper Marcel Pfaar. Der 18-Jährige bekam mal eine Einsatzchance, musste aber nur Routineaufgaben erledigen und konnte seine Klasse nicht zeigen. Stammkeeper Benjamin Schimmel nahm den Tausch gelassen: „Absolut in Ordnung. Marcel muss auch mal zum Einsatz kommen.“

Das Geschehen spielte sich nach wie vor in der Bremer Hälfte ab. Brandhoff per Doppelschlag mit Köpfchen (48./51.), Dörgeloh (65./vernaschte drei VfLer) und Dikollari (67./spielte noch den Keeper aus) sorgten für das Brinkumer 9:0. Gut 20 Minuten lang passierte danach nichts. Sollten die Gastgeber um die zweistellige Klatsche doch noch herumkommen? Nein. Zwei Minuten vor dem Ende gelang Brandhoff nach Wirth-Flanke mit seinem dritten Kopfball-Tor doch noch das 10:0 und damit der 4:3-Sieg im internen Duell gegen Dikollari.

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