Bender mit Doppelpack Matchwinner beim 3:1 gegen Türkspor / Mertgen geht Ende März

Brinkumer Rumpelstart ins neue Jahr

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In dieser Szene scheitert Brinkums Kai Tönsmeyer an Türkspor-Keeper Kevin-Pascal Macke. Später holte der Offensivmann noch einen Elfer heraus und gab eine Torvorlage. ·

Brinkum - Von Gerd TöbelmannDas erste Punktspiel nach der Winterpause ist immer ziemlich schwer, weil keiner so recht weiß, ob die Vorbereitung auch gut genug war. So erging es gestern auch dem Fußball-Bremen-Ligisten Brinkumer SV, der mehr schlecht als recht auf dem Kunstrasenplatz in Heiligenrode zu einem 3:1 (1:1) gegen den SV Türkspor kam.

„Ich wusste vorher nicht genau, wo wir stehen – und weiß es jetzt auch noch nicht“, meinte Brinkums Trainer Frank Thinius nach 90 wenig spektakulären Minuten. Hinzu kam, dass die Gäste kaum einen geordneten Spielaufbau zuließen. „Gegen Türkspor ist es immer schwer“, meinte Thinius und meinte damit die Tatsache, dass die Gästespieler bei jeder noch so kleinen Berührung hinfielen – und auch noch länger als nötig liegenblieben. Es wurde teilweise mehr mit Schiedsrichter und Gegenspieler diskutiert als Fußball gespielt.

Und dann legte Türkspor sogar noch das 1:0 (28.) vor, als Muhammed Özkul halbrechts nach einem Konter zum Schuss kam und Brinkums Keeper Mathis Peters mit seinem Schuss ins lange Eck keine Chance ließ. Das nennt man wohl effektiv.

Doch in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit glich Brinkum zumindest aus. Nach eher zweifelhaftem Foul von Izzet Bekar an Kai Tönsmeyer zeigte Schiedsrichter Benjamin Koc (TuS Komet Arsten) auf den Punkt. Dimitri Khoroshun blieb eiskalt und verwandelte den Strafstoß zum 1:1. Noch schimmer für Türkspor: Bekar riss Tönsmeyer am Kopf, sah die Rote Karte und beschimpfte den Schiri beim Gang in die Kabine noch übelst. Kommentar seines besonnenen Trainers Erhan Koser: „Der Elfer war zweifelhaft, aber mein Spieler muss sich danach im Griff haben. Hoffentlich wird er ein halbes Jahr gesperrt, um zur Vernunft zu kommen.“ Bekar selbst war uneinsichtig und meinte allen Ernstes: „Ich habe den Brinkumer doch nur am Kopf gerissen. Das ist doch nie eine Rote Karte.“ Jetzt wird er Zeit haben, alles genau zu überdenken.

Nach der Pause, mit dem starken Wind im Rücken, wurde Brinkum gefährlicher. In der 55. Minute konnte Mustafa Mete noch auf der Linie klären, doch bei Schüssen von Jannik Bender in der 60. und 64. Minute zur 3:1-Vorentscheidung war es passiert. Hilfreich für Brinkum war auch, dass eigentlich keiner der beiden eingesetzten Türkspor-Torleute hätte spielen sollen. Kevin-Pascal Macke laboriert an einem Meniskusanriss, der später eingewechselte Evren Boga an den Folgen einer ausgekugelten Schulter.

Egal, Brinkum buchte drei weitere Punkte und gehört damit als jetzt Tabellenzweiter weiterhin zu den Top-Clubs der Liga. Allerdings muss das Thinius-Team ab Ende März auf Offensivspieler Dennis Mertgen auskommen, denn der 22-Jährige wird in Köln ein Studium aufnehmen.

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