Brinkumer Personalnot vor Heimspiel gegen Türkspor / Gnade für Saatci?

Sogar Offermann im Kader

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Aufgrund der vielen Ausfälle dürfte Marcel Dörgeloh (am Ball) in Brinkums Offensive gesetzt sein.

Brinkum - Von Gerd Töbelmann. Rosig sieht anders aus. Vor dem Heimspiel am Sonntag um 14.00 Uhr gegen den Tabellen-14. SV Türkspor pfeift Bremen-Ligist Brinkumer SV personell fast schon aus dem letzten Loch. „Stimmt. Es sieht so aus, dass ich meine Sachen wohl mitnehmen werde“, erklärte gestern der eigentlich nur als Trainer vorgesehene Dennis Offermann.

An Nikolaj Streater (Studium in Köln) und Enis Demirkapi (Kreuzbandriss) ist in dieser Saison gar nicht mehr zu denken (wir berichteten). Hinzu gesellen sich die Urlauber Jannik Bender, Inouss Boure Toure und Hendrik Stannius. Michel Fischer plagt sich noch mit seiner Sprunggelenksverletzung herum.

Hinzu kommen zwei selbstgemachte Leiden. Steffen Röpke, gegen Türkspor als „Sechser“ vorgesehen, kassierte am Mittwoch gegen Melchiorshausen nach einer Tätlichkeit die Rote Karte und wird einige Wochen fehlen. „Darüber ist zu reden. Wir haben in den letzten Wochen zu viele Platzverweise kassiert und kommen dadurch vielleicht in eine Ecke, die wir in Brinkum auf keinen Fall akzeptieren können.“

Denn da ist ja auch noch die Sechs-Spiele-Sperre gegen Offensivmann Ugur Saatci aus dem Match gegen OSC Bremerhaven. Doch da könnte Licht am Ende des Tunnels zu sehen sein. Grund: Saatcis damaliger Gegenspieler hat schriftlich bestätigt, dass es sich bei der strittigen Aktion keineswegs um einen Faustschlag in den Magen gehandelt habe, sondern um eine „normale“ Rangelei. „Wir haben das an den Verband weitergegeben und hoffen auf eine Reduzierung der Sperre“, meinte Offermann gestern. Ob Saatci allerdings schon am Sonntag dabei ist, erscheint mehr als fraglich. Mittlerweile hat der 30-Jährige drei Spiele abgesessen.

Da ist es gut, dass in dieser personell angespannten Phase kein Top-Team auf den BSV wartet. Gegen Werder III oder Vegesack wäre es sicherlich härter gewesen. Offermann sagt zwar, „dass wir Türkspor natürlich nicht auf die leichte Schulter nehmen dürfen“, fügt aber noch hinzu, „dass unser Potenzial immer noch groß genug ist, um das Heimspiel zu gewinnen.“ Dabei ließ Offermann keinen Zweifel daran, dass er diesen angepeilten Sieg gern von außen beobachten möchte.

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