5:1 gegen Union 60 reicht zur vorzeitigen Qualifikation fürs Hallenspektakel

Brinkumer SV löst das Ticket zum Bremer Hallencup

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Das ist das Brinkumer 1:0: Dennis Krefta behält nach gekonnter Balleroberung die Nerven und schießt ein. ·

Brinkum - Von Gerd TöbelmannZwischen Weihnachten und Neujahr ist die Zeit, wo viele in Urlaub fahren. Die Fußballer des Bremen-Ligisten Brinkumer SV sollten sich dies verkneifen, denn seit gestern steht fest, dass sich der BSV für den Bremer Hallencup am 29. Dezember qualifiziert hat. Letzte Zweifel wurden durch das 5:1 (1:1) gegen den FC Union 60 aus dem Weg geräumt.

Der Stichtag zur Ermittlung der acht Teams (17. November) liegt zwar noch drei Spieltage entfernt, doch Brinkum kann als derzeitiger Vierter nicht mehr von einem Quali-Platz verdrängt werden, da der Vorsprung auf den ersten „Zuschauer-Platz“ bereits zehn Punkte beträgt. „Damit haben wir unser erstes Saisonziel schon erreicht“, freute sich Brinkums Trainer Frank Thinius.

Der Coach sagt es zwar nicht ganz laut, aber noch wichtiger ist ihm, in der Liga möglichst lange ganz oben mitzumischen. Und dafür stehen die Aktien ebenfalls sehr gut, denn die kommenden beiden Partien gegen OT Bremen und Burg sollten gewonnen werden können, ehe es zum Kracher gegen den diesjährigen DFB-Pokal-Teilnehmer SG Aumund-Vegesack kommt.

Gegen Union (lange Zeit die Heimat von Brinkums Manager Frank Kunzendorf) fand Brinkum 45 Minuten lang kein Mittel, um den böigen Rückenwind zu beherrschen. Nach einer feinen Einzelleistung von Dennis Krefta (nutzte einen zu kurzen Rückpass auf Union-Keeper Kilickeser) gingen die Gastgeber zwar mit 1:0 (13.) in Führung, doch Rückenwind beim Rückenwind gab das nicht. Im Gegenteil: Viel Aktionen wurden viel zu behäbig angegangen. „Jungs, nun werdet doch endlich wach. Was ist

Wind im Gesicht macht

die Gastgeber wach

denn los mit euch?“, fauchte Thinius. In der 21. Minute wurde die Schläfrigkeit bestraft: Nach einer Rechtsflanke stand Marc Albrecht in der Mitte völlig blank und netzte zum 1:1. „Die Innenverteidigung war vor der Pause nicht gerade unsere Stärke“, meinte Thinius.

Nach dem Wechsel, jetzt mit dem Wind im Gesicht, wurde jedoch vieles besser. Vielleicht lag das auch daran, dass der Ex-Unioner Inouss Boure Toure jetzt im Zentrum verteidigte und der neue Kapitän Esin Demirkapi (löste Jannik Bender nach einer teaminternen Wahl ab) als Sechser aufräumte.

Hinzu kam das zügige 2:1 (51.). Nach toller Kombination über Kai Tönsmeyer und Dennis Offermann staubte Krefta zur erneuten Führung ab. Der im Laufduell nicht zu haltende Tönsmeyer war es dann, der nach feinem Doppelpass zum vorentscheidenden 3:1 einschoss.

Die Köpfe der Bremer, bei denen einige Ex-Brinkumer im Kader stehen (Iniesta, Grüner oder Sun), gingen nun immer weiter nach unten. Von Aufbäumen konnte keine Rede sein. Die Überlegenheit nutzten die Gastgeber eiskalt aus. Zunächst verwandelte Tom Witte nach Foul an Tönsmeyer einen Strafstoß zum 4:1 (76.), und in der 86. Minute legte Bender noch zum 5:1 nach.

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