Brinkumer SV besiegt Schlusslicht Vatan Sport mit 4:0 / „Kein Leckerbissen“

Ein Arbeitssieg – mehr nicht

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Brinkums Lars Tyca (links) hatte in der ersten Halbzeit einige gefährliche Vorstöße über die rechte Seite.

Brinkum - Von Arne Flügge. Als die Partie längst entschieden war und bereits kurz vor dem Schlusspfiff stand, ging’s noch einmal richtig rund. Geschubse, helle Aufregung, wilde Rudelbildung, wüste Flüche. Esin Demirkapi vom Fußball-Bremen-Ligisten Brinkumer SV und Ibrahima Bah, Kapitän des KSV Vatan Sport, hatten sich in die Klotten bekommen. Und es dauerte einige Zeit, bis sich alles wieder beruhigte. Es war der Höhepunkt einer ansonsten eher emotionslosen Partie, in der die Brinkumer als haushoher Favorit gegen den Tabellenletzten am Ende einen ungefährdeten 4:0 (2:0)-Erfolg einfuhren.

Es war ein Arbeitssieg – mehr nicht. So sah es auch Brinkums Trainer Kristian Arambasic, der trotz des über weite Strecken blutleeren Auftritts seiner Mannschaft nicht zu hart mit den Jungs ins Gericht gehen wollte. „Sicherlich war das heute nichts für Fußball-Feinschmecker. Und wir hatten über weite Strecken keine Genauigkeit in unseren Aktionen und Pässen“, monierte der Coach, „doch unterm Strich sind die drei Punkte wichtig. Wir sind jetzt mit einem 10:0 und einem 4:0 ins neue Jahr gestartet. Damit können wir zufrieden sein.“

Gegen die total defensiv agierenden Gäste tat sich Brinkum schwer. Daran änderte auch der schnelle Führungstreffer von Marcel Dörgeloh in der siebten Minute nichts. „Ich hatte gedacht, Vatan macht dann etwas auf, doch sie sind konsequent in ihrer Ordnung geblieben. Sie standen sehr kompakt. Das haben sie richtig gut gemacht“, erklärte Arambasic. So ließen die Gäste in der ersten halben Stunde nur noch einen Schuss von Artur Degtjarenko (24.), den der sehr gute Vatan-Keeper Mustafa Kaya aber entschärfte.

Auf der anderen Seite ermöglichte auch die Brinkumer Deckung dem Gegner keine nennenswerte Möglichkeit. „Wir haben gar nichts zugelassen. Das war in Ordnung“, erklärte Arambasic. Allerdings hatte Brinkum in der 25. Minute Glück, dass Vatan keinen Elfmeter bekam. Degtjarenko war der Ball im Strafraum an den Unterarm gesprungen. „Den muss man nicht geben, man kann ihn aber geben“, erklärte der Brinkumer Trainer. Und wer weiß, in welche Richtung die Partie gelaufen wäre, hätten die Gäste hier den Ausgleich erzielt.

„Selbst wenn Vatan per Elfmeter das 1:1 erzielt hätte: Wir hätten uns das Spiel trotzdem nicht mehr aus den Händen reißen lassen. Es war schließlich noch genug Zeit“, so Arambasic.

Allerdings vergaben die Hausherren in der Folge durch Demirkapi (Kopfball/31.) und Dörgeloh (Lattenschuss/34.) zwei dicke Möglichkeiten, um auf 2:0 zu erhöhen. So dauerte es bis zur 40. Minute, ehe Dennis Thüroff doch den Bann brach – 2:0.

Auch nach dem Wechsel tat sich der Brinkumer SV weiterhin schwer, kam aber dennoch nach einem Eckball in der 58. Minute zum 3:0: Demirkapi katapultierte die Kugel per Flugkopfball unhaltbar für Kaya in die Maschen. Brinkum rannte weiter an, schaffte es aber weiterhin nicht, sich spielerisch durchzusetzen. Auf der anderen Seite ließen die Gastgeber in der 90. Minute eine Riesenchance der Gäste zu, aber Muhammed Özkul schoss freistehend vorbei. „Es ärgert mich, dass wir die Chance zugelassen haben. Wir müssen noch lernen, bis zum Abpfiff konzentriert zu bleiben“, sagte Coach Arambasic. Auf der anderen Seite machte der eingewechselte Dennis Krefta mit dem 4:0 (90. +2) alles klar.

Noch nicht klar ist die Vertragsverlängerung mit Arambasic. „Wir sind in guten Gesprächen, aber es ist nichts fix“, erklärte BSV-Manager Frank Kunzendorf am Rande des Spiels.

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