Brinkum zerlegt Habenhausen mit 8:2 / Doppelpacks von Dikollari und Tönsmeyer

Wenn sogar Gibek zum „Kopfball-Ungeheuer“ wird

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Das war sein Moment: Per Kopfball brachte Kevin Gibek (li.) die Brinkumer mit 4:0 in Führung. Kapitän Jannik Bender ist der erste Gratulant.

Brinkum - Von Gerd Töbelmann. Spiele gegen Habenhausen waren ab und an schon Mal an der Grenze des Erlaubten – vor allem in Bremen. Gestern jedoch hatte Fußball-Bremen-Ligist Brinkumer SV überhaupt keine Mühe, um sich glatt mit 8:2 (3:0) durchzusetzen. „Sogar in der Höhe verdient. Leider haben mir heute drei Säulen in der Defensive gefehlt“, meinte Habenhausens Trainer Friedhelm Famulla etwas kleinlaut.

BSV-Kollege Jörg Bender, der den privat verhinderten Dennis Offermann an der Linie vertrat, wirkte natürlich sehr entspannt: „Die Jungs hatten richtig Spaß am Fußball. Ich denke, dass der Sieg auch in der Höhe verdient ist. Ich kann Dennis jetzt positive Eindrücke vermitteln.“

Das Match hatte drei Knackpunkte – allesamt in den ersten 45 Minuten. Nummer eins: Bereits in der zwölften Minute drückte Youngster Maximilian Wirth eine Linksflanke von Saimir Dikollari zum 1:0 in die Maschen. Nummer zwei: In der 32. Minute parierte Niklas Frank nach dummem Foul von Dimitri Khoroshun an Florian Otto den fälligen Strafstoß von Fabian Wilshusen. Nummer drei: In der 44. und 45. Minute sorgten Tom Witte (Kopfball-Lupfer nach Freistoß von Jannik Bender) und Dikollari (nach Wirth-Zuspiel) für die Vorentscheidung. „Danach war nichts mehr drin. Um etwas Hoffnung zu haben, hätten wir schon den Elfer verwandeln müssen“, meinte Famulla, vor fast zwei Jahrzehnten selbst schon mal Trainer am Brunnenweg.

In der zweiten Halbzeit hatten die Gastgeber dann noch mehr Spaß an ihrem Sport. Vor allem Kevin Gibek dürfte diesen Sonntag noch lange in Erinnerung behalten. Nach feiner Flanke von Kai Tönsmeyer schraubte sich der Mittelfeldspieler in die Luft, guckte auch noch HFV-Torwart Maximilian Lehmann aus und setzte das Leder gegen dessen Laufrichtung zum 4:0 (50.) in die Maschen. Gibek baute sich danach mit ausgestreckter Brust vor der Brinkumer Bank auf und ließ sich feiern. Kopfballtore sind so ungewöhnlich ja nicht im Fußball, doch der 21-jährige Gibek misst wohlwollend mal gerade 170 Zentimeter. „Perfekt gemacht – wie ein richtiger Stürmer“, konnte sich Bender ein Schmunzeln nicht verkneifen.

Und auch die restlichen Brinkumer hatten weiterhin ihren Spaß mit dem Spiel. Dikollari (72.) und zweimal Tönsmeyer (85./86.) schraubten das Ergebnis auf 7:0, ehe der ansonsten blasse Alexander Kluge für das 1:7 (87.) sorgte. Ugur Saatci per Seitfallzieher zum 8:1 (88.) und Otto zum 2:8 (90.) sorgten für den Endstand.

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