Die letzte Chance

Brinkum will Minimalziel Platz acht – Offermann: „Sehe es als Pflicht an“

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Seine Tore wird der Brinkumer SV benötigen: Saimir Dikollari ist mit 21 Treffern in 26 Spielen der Toptorjäger des Bremen-Ligisten.

Ein echtes Endspiel hat der Brinkumer SV nun vor der Brust. Allerdings nicht in den Sphären der Tabelle, in denen sich der Bremen-Ligist selbst gerne sieht. Vielmehr geht es für die Fußballer darum, das Minimalziel Platz acht zu erreichen und die damit verbundene Qualifikation für den Bremer Hallencup in der ÖVB-Arena zu schaffen. Mit noch einem Spiel vor der Brust haben die Brinkumer diesen achten Rang derzeit inne, vor der punktgleichen Leher TS und dem BSC Hastedt, der ebenso viele Zähler auf dem Konto hat. Allerdings weist der BSV das beste Torverhältnis der drei Teams auf, geht also von der Pole Position aus in das letzte Fernduell. Drei Punkte beim Elften SC Borgfeld am Sonntag (15.00 Uhr Anstoß) – und das Minimalziel wäre im Grunde erreicht.

Brinkum - Brinkums Trainer Dennis Offermann wäre allerdings auch dann nicht zufrieden mit der Saison. „Klar hat das Turnier Prestige, ist wichtig für das Umfeld und ein tolles Event für die Jungs“, erklärt der 39-Jährige: „Aber es wird ein schlechtes Gefühl bleiben, denn auch Platz acht ist zu wenig. Ich sehe es daher eher als Pflicht an, dass wir das jetzt noch schaffen.“ Positiv sei immerhin, „dass wir es nach dem guten Spiel gegen Schwachhausen (2:2, d. Red.) in der eigenen Hand haben“, betont der BSV-Coach. Denn danach sah es ob der oft schwachen Leistungen seines Teams über weite Strecken der Rückrunde nicht aus.

Doch nun haben die Brinkumer eben dieses Endspiel. Gegen einen Gegner, für den es um nichts mehr geht. Doch Offermann ist sich sicher, dass Aufsteiger Borgfeld deshalb nicht mit halber Kraft in das Spiel gehen wird: „Wir können nicht davon ausgehen, dass sie etwas abschenken. Man spielt immer, um zu gewinnen.“ Daher seien der Trainer und sein Team „gut beraten, wenn wir uns auf uns selbst konzentrieren. Wir müssen die positiven Dinge aus der letzten Woche mitnehmen. Da hat es funktioniert, weil wir als Einheit auf dem Platz standen. Wenn du blutleer auftrittst, kannst du in der Liga schon mal einen auf den Arsch bekommen“, appelliert Offermann noch einmal an seine Mannschaft, „die Grundtugenden“ auf den Platz zu bringen: „Wenn wir alles mitbringen, was die Basis im Fußball ist, können wir darauf aufbauen. Wir müssen auch ohne Ball viel in Bewegung sein, den Ball schnell laufen lassen und die Tiefe finden.“

Einfach wird das jedoch nicht, gerade weil Offermann personelle Optionen fehlen. Neben den Langzeitverletzten fallen Sören Kölsch (Zerrung) und Jürgen Heijenga (privat verhindert) aus, Einsätze von Jan-Moritz Höler (Sprunggelenk) und Enes Tiras (Leiste) sind unwahrscheinlich. Im Hinspiel (7:3) musste der Coach sogar selbst auf den Platz, das ist diesmal aber keine Option. „Ich habe seitdem große Probleme mit meinem Knie, das ganz schön überbelastet wurde“, erzählt er: „Ich werde definitiv nicht mehr spielen.“ Dann müssen seine Jungs das Endspiel eben selbst auf dem Platz entscheiden . . .  fs

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