Engelmann kritisiert nach 30:31 fehlende Einstellung / Schäfer bleibt wohl nur bei Klassenerhalt

Brinkum viel zu lange „blutleer“

Brinkums Linksaußen Julian Wilkens erzielte ein Tor beim 30:31 gegen Friedrichsfehn. Im Hintergrund verfolgte SG-Coach Henning Pickert die Szene. ·
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Brinkums Linksaußen Julian Wilkens erzielte ein Tor beim 30:31 gegen Friedrichsfehn. Im Hintergrund verfolgte SG-Coach Henning Pickert die Szene. ·

Brinkum - Von Gerd TöbelmannDer Mutmacher kam ausgerechnet vom gegnerischen Trainer: „Ich denke, dass Brinkum den Klasenerhalt schaffen kann. Sie haben die Leute dafür“, meinte Henning Pickert, Coach der SGSV Friedrichsfehn/TuS Petersfehn, nach dem 31:30 (17:15) seines Teams im Aufsteiger-Match der Handball-Oberliga beim FTSV Jahn Brinkum.

Und Pickert fügte hinzu: „Persönlich würde ich auch weiterhin gern gegen Brinkum spielen, denn diesen Verein kenne ich gut.“ Hintergrund: Vor knapp 20 Jahren stand Pickert als Mittelmann unter dem damaligen Trainer Werner Rohlfs im Brinkumer Team. Aus der damaligen Mannschaft ist allerdings nur noch Stefan Schröder beim Jahn aktiv „auf der Platte“.

Diese verbalen Blumen waren Brinkums jetzigem Coach Sven Engelmann ziemlich wurscht: „Was andere sagen, ist nicht so wichtig. Es kommt vielmehr darauf an, dass wir im Spiel Gas geben. Das war heute mindestens 40 Minuten lang nicht der Fall. Da waren keine Emotionen drin. Schon gegen Bützfleth hat die richtige Einstellung gefehlt.“ Dennoch: Engelmanns Zusage für die kommende Saison (und auch die von Co-Trainer Andreas Stelljes) scheint nur eine Frage der Zeit zu sein.

Das gilt indes nicht für Kreisläufer und Abwehr-Chef Meik Schäfer. Der Ex-Edewechter meinte nach der Partie: „Wenn wir nicht absteigen, dann bleibe ich. Ansonsten . . .“ Und zum Spiel sagte der fünffache Torschütze: „Das ist bitter. Einige Spieler müssen einfach noch mehr wollen – auch die jüngeren.“

Ohne Namen zu nennen, meinte der starke Brinkumer Keeper Aschkan Sadeghi schon in der Halbzeit: „Unser Rückzugsverhalten ist schlecht. Einige scheinen nicht zu kapieren, wie ernst unsere Lage ist.“ Fakt am Samstag war jedenfalls, dass Carsten von der Heyde und vor allem Marco Walker den Rückwärtsgang nach vergebenen Bällen einfach nicht finden konnten. „Das geht so nicht. Das ist auch keine Frage des Alters“, sagte Engelmann.

Gegen Friedrichsfehn ließ Brinkum jedenfalls eine Riesenchance ungenutzt liegen, um in etwas ruhigeres Fahrwasser zu gelangen. Die Gäste legten zwar immer vor, doch Brinkum zog mit Verzögerung zunächst nach (5:5/10:10). Auch beim 15:17 zur Pause war noch alles drin.

In der Kabine forderte Engelmann mehr Einsatz von seinem Team, doch der Appell verpuffte zunächst, denn die Ammerländer zogen bis auf 28:22 (49.) davon. „Da habe ich nicht mehr gedacht, dass es noch eng werden könnte“, meinte Pickert.

Doch jetzt drehte Brinkum noch einmal auf und arbeitete sich Tor um Tor heran. Beteiligt daran war vor allem der neunfache Torschütze Christoph Schneider, der bei seinen acht Strafwurf-Toren keinen Fehlversuch verzeichnete. Auf der Tribüne fieberte auch Vater und Spartenleiter Jürgen mit, der am Samstag seinen 56. Geburtstag feierte. Als Hannes Brenning 40 Sekunden vor Schluss gar auf 29:30 verkürzte, schien ein Punkt erreichbar zu sein. Friedrichsfehns zehnfacher Torschütze Tobias Plagemann zog Brinkum mit seinem Tor zum 31:29 dann den Zahn.

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