Nach 2:0 nur 2:2 bei Aumund-Vegesack / „Zu viel lamentiert“ / Dalkiran sieht Rote Karte

Brinkum verschenkt den Sieg

Die Übermacht ist hier zu groß: Brinkums Neuzugang Eugen Uschpol (vorn) gegen eine ganze Armada von SAV-Spielern.
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Die Übermacht ist hier zu groß: Brinkums Neuzugang Eugen Uschpol (vorn) gegen eine ganze Armada von SAV-Spielern.

Bremen-Vegesack – Das war ein eher verhaltener Auftakt des Brinkumer SV in die Saison der Fußball-Bremen-Liga: Zum Start gab es für das Team von Trainer Mike Gabel am Samstag ein 2:2 (2:1) bei der SG Aumund-Vegesack. Was für eine Spitzenmannschaft gar nicht typisch war: Der BSV gab dabei eine 2:0-Führung noch aus der Hand.

Nach dem Abpfiff schnappte sich Gabel seine Spieler noch zu einer ruhigen, aber bestimmten Ansprache. „Jungs, wir haben heute unsere Möglichkeiten in keinster Weise voll ausgeschöpft, sondern viel zu viel lamentiert, was die Entscheidungen des Schiris angeht.“

Dabei schienen die Gäste 40 Minuten lang ihrer Favoritenrolle vollauf gerecht zu werden. Mit sechs Neuzugängen in der Startelf (Lars Goebel, Fred MC-Mensag Quarshie, Eugen Uschpol, Herman Mulweme, Ramien Safi und Mert Bicakci) lief es eigentlich ganz gut. Und schon nach elf Minuten lag der BSV mit 1:0 im Bremer Norden vorn. Der Anfang des Jahres aus Uphusen geholte Stürmer Mert Bicakci stand nach einer Ecke goldrichtig und brachte das Spielgerät aus zwölf Metern im SAV-Kasten unter. Danach setzte Brinkum allerdings nicht konsequent genug nach. Was Gabel dabei besonders missfiel? „Wir haben nach vorn viel zu kompliziert gespielt und deshalb gute Konterchancen ausgelassen“, monierte der 38-Jährige.

Zum 2:0 in der 36. Minute langte es dennoch. Nach tollem Flankenball von Mohamad Taha auf Ramien Safi bewies der wie Bicaksi ebenfalls aus Uphusen verpflichtete Offensivmann seine technische Klasse. Mit der Innenseite bugsierte Safi, der auch schon für den TuS Sulingen am Ball war, den Ball überlegt ins lange Eck – wirklich schön anzusehen.

Doch auch nach dem zweiten Tor beherrschte Brinkum seinen Gegner nicht komplett und war ab und an bei langen Bällen hinten anfällig. So fiel auch das 1:2 in der 42. Minute: Nach einem langen Ball auf den linken Flügel flanke ein Vegesacker in die Mitte, wo mehrere Brinkumer das Leder verpassten. Nicht jedoch der am langen Pfosten lauernde Clifford Stecher, der Goebel überwand.

In der zweiten Halbzeit war dann die zu Beginn der Partie noch zu sehende Brinkumer Dominanz wie weggewischt. „Letztlich hat sich Vegesack den Punkt noch verdient“, erklärte Gabel später. Und den tütete das Team von Trainer Björn Krämer in der 68. Minute ein. Nachdem Goebel einen hohen Ball nicht entscheidend klären konnte, zog Abdullah Basdas aus 20 Metern in halbrechter Position ab und traf ins kurze Eck – wobei Goebel auch da nicht gerade gut aussah.

In den letzten 20 Minuten hatten die Gäste konditionell mehr zu bieten, aber richtige Großchancen sprangen auch mit der Einwechselung von „Brecher“ Dennis Krefta nicht heraus. Eigentlich war die Schlussphase kaum erwähnenswert. Aber in der fünften Minute der Nachspielzeit kochten die Gemüter noch einmal richtig hoch. Der eingewechselte Hasan Dalkiran rauschte einem Vegesacker von der Seite recht rüde in die Parade. Schiedsrichter Sebastian Berger (TSV Farge Rekum) zückte noch im Laufen die Rote Karte und hielt sie Dalkiran unter die Nase. Der 25-jährige Türke verstand später die Welt nicht mehr: „Ich gebe zu, dass ich hart eingestiegen bin. Aber ich habe den Ball getroffen. Gelb hätte es auch getan.“

Von Gerd Töbelmann

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