Brinkum schubst Spitzenreiter Blumenthal mit 3:1 vom Thron / Heijenga: „Kein Elfer“

Der Mix macht’s: Einsatz, Dusel und Coolness

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Brinkums Ugur Saatci (Zweiter v.l.) machte in Blumenthal ein gutes Spiel. Hier beglückwünschen ihn die Kollegen (v.l.) Saimir Dikollari, Kevin Gibek und Jannik Bender zum Treffer zur 3:1-Entscheidung.

Aus Blumenthal Berichtet - Gerd TöbelmannBLUMENTHAL,,Okay, ein bisschen glücklich ist der Sieg schon, aber wir nehmen ihn natürlich mit“, grinste Dennis Offermann, Trainer des Fußball-Bremen-Ligisten Brinkumer SV nach dem 3:1 (1:1) beim nunmehr entthronten Spitzenreiter Blumenthaler SV. Und Verteidiger Jürgen Heijenga fügte noch hinzu: „Das 0:5 vom Saisonstart beim Bremer SV ist aus den Kleidern. Wir sind nach nun fünf Siegen am Stück voll in der Spur.“

Dabei machte es am Samstag im Burgwall-Stadion ein Mix aus Einsatz, Dusel und Coolness aus, dass sich die Gäste durchsetzen konnten. Im ersten Abschnitt klappte zwar kein Team sein Visier herunter, Brinkum jedoch wirkte in der Offensive gefälliger und spielte mit viel Einsatz. „Das hat von hinten gut ausgesehen“, meinte Heijenga. So war das 1:0 (24.) auch völlig verdient. Nach tollem Querpass von Ugur Saatci wuchtete Torjäger Saimir Dikollari die Kugel von halblinks gekonnt unter den Balken. In der 40. Minute hätte der Ex-Uphuser nachlegen können, wurde aber im letzten Moment geblockt.

Doch Brinkum durfte das 1:0 nicht mit in die Kabine nehmen, denn unmittelbar vor dem Pausenpfiff des schlechten Schiedsrichters Cevahir Can (TV Lehe) glich Tim Pendzich für die Gastgeber aus, wobei die Brinkumer Deckung wohl schon an die Pausenerfrischung gedacht hatte. In diesem Moment wurde der urlaubende Innenverteidiger Tom Witte sehr vermisst.

Nach dem Wechsel war Brinkum nicht mehr wiederzuerkennen. Die Gäste wirkten fahrig, brachten nach vorn kaum noch etwas Konstruktives auf die Beine und wurden teilweise hinten eingeschnürt. „Wir haben das Spiel komplett aus der Hand gegeben und waren viel zu hektisch“, monierte Offermann.

Aber nun kam der Faktor Dusel hinzu. In der 51. Minute sprang das Leder Heijenga im Strafraum an den Arm, Schiri Can hatte die Pfeife schon im Mund und auf der Blumenthaler Bank rieb man sich ob des zu erwartenden Strafstoßes schon die Hände. Aber Pustekuchen: Can nahm sein Arbeitsgerät wieder in die Hand, ließ weiterspielen und musste sich wüste Blumenthaler Beschimpfungen anhören. Heijenga sagte zu der Szene: „Ich habe den Ball leicht berührt, hatte meine Hände aber auf dem Rücken. Für mich war das keineswegs ein Elfmeter.“

Blumenthal war nun am Drücker und dem 2:1 viel näher als Brinkum. Doch dann diese Coolness: Der eingewechselte Youngster Maximilian Wirth spielte sich halbrechts durch und versenkte die Kugel mit einem staubtrockenen Rechtsschuss ins lange Eck wie ein alter Hase zum 2:1 (86.). Der Brinkumer Jubel war schier grenzenlos, so dass man um Wirth schon Angst haben musste, doch der 19-Jährige konnte sich gesund aus der Traube befreien. Und es kam noch besser: In der Nachspielzeit machte Saatci nach einem Konter mit dem 3:1 alles klar.

Leichter Frust kam bei den BSV-Spielern nur auf, weil Neuzugang Hendrik Stannius seine Einstandskiste Bier vergessen hatte. „Aber dann haben wir die kleine Feier eben in der Bremer Innenstadt nachgeholt“, schmunzelte Heijenga.

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