Brinkum zum Saisonstart nur 1:1 gegen Grohn / Peters rettet wenigstens das Remis

Sommerfußball mit feinsten Schauspieleinlagen

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Der Doppelgänger von Mario Balotelli hört in Brinkum auf den Namen Herman Mulweme (links) und belebte gestern nach seiner Einwechselung das Angriffsspiel des BSV – blieb jedoch ohne Torerfolg.

Brinkum - Von Gerd Töbelmann. Einer der Zuschauer meinte nach dem Abpfiff auf dem Weg zu seinem Auto: „Mmmm, doll war das heute aber nicht.“ Keine Widerrede, denn beim 1:1 (1:1) zum Bremen-Ligastart gegen den SV Grohn bekleckerte sich Vizemeister Brinkumer SV auf eigenem Platz nicht gerade mit Ruhm.

„Grohn ist unangenehm zu spielen. Das haben sie heute gezeigt“, meinte Brinkums Coach Kristian Arambasic. Damit meinte der Trainer nicht nur die fußballerischen Qualitäten der „Husaren“, sondern auch die Kunst, nach vermeintlichen Foulspielen bühnenreife Auszeiten zu provozieren. Der Einzige, der das hätte unterbinden können, wäre Schiedsrichter Karsten Meyer (ATSV Sebaldsbrück) gewesen, doch der erging sich lieber in schier endlosen Dialogen mit den Spielern anstatt klare und vor allem schnelle Entscheidungen zu fällen.

Arambasic jedoch war weit davon entfernt, dem Schiri die Hauptschuld am Remis zu geben: „Wir haben uns das selbst eingebrockt, weil wir aus den vielen Torchancen nur einen Treffer gemacht haben.“

Und der brachte schon ganz früh den Endstand. Nach einem von Grohns Spielertrainer Tarek Chaabaan verwandelten zweifelhaften Foulelfmeter (2./Maximilian Wirth soll geschoben haben), bügelte Wirth seinen Patzer (wenn es denn einer war) schon fünf Minuten später wieder aus. Youngster Jendrick Meissner hatte rechts auf Inouss Boure Toure durchgesteckt, der das Leder millimetergenau in die Mitte flankte, wo Wirth aus drei Metern nur noch den Fuß zum 1:1 hinhalten musste.

In der Folgezeit war Brinkum bemüht, doch der letzte Pass war oft viel zu ungenau. Spektakuläres passierte dennoch. Nach einem Luftkampf hielt sich SV-Keeper Benjamin Schimmel die Hand, zog seinen Handschuh aus und sah das Übel: Der kleine Finger war ausgekugelt. Der 27-Jährige jammerte im Gegensatz zu vielen seiner Feldspieler-Kollegen nach Tacklings nicht lange herum, zog den Finger unter Schmerzen wieder in die richtige Stellung – und weiter ging’s. „Ich spiele schon seit fünf Jahren damit, aber heute habe ich leider vergessen, mir den Finger vorher zu tapen“, sagte Schimmel. Das holte der Keeper nach der Eigenbehandlung dann nach.

Beeinträchtigt hat ihn das offenbar nicht, denn Schimmel war der beste Mann seiner Elf und lieferte etliche tolle Paraden ab. „Beide Torhüter haben heute einen guten Job gemacht“, meinte auch Arambasic.

Sein Keeper Mathias Peters war der Hasuptverantwortliche dafür, dass es beim Remis blieb. In der 74. und 75. Minute tauchte gleich drei Mal Bremer Spieler völlig frei vor ihm auf, doch er zog ihnen im Eins-gegen-Eins den Nerv. Wenig später meinte Kapitän Jannik Bender: „Jetzt müssen wir für Mathis noch einen reinhauen.“ Das jedoch sollte nicht klappen, denn auf der anderen Seite war ja auch Schimmel in Glanzform und rettete unter anderem gegen Hendrik Stannius (80.). „Letztlich müssen wir mit dem Remis zufrieden sein“, so Arambasic.

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