Keeper Olaf Sawicki kommt aus Neerstedt / „Hätte gern noch einen Linkshänder geholt“

Brinkum: Kein Ausbluten nach dem Abstieg

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Trainer Sven Engelmann (li.) und Keeper Olaf Sawicki freuen sich schon auf ihre Zusammenarbeit in Brinkum. ·

Brinkum - Von Gerd TöbelmannDiese Truppe ist wirklich eine verschworene Einheit. Klar fallen auch deutliche Worte, aber insgesamt ist jeder froh, in diesem Team zu spielen. Erstaunlich dabei ist, dass es sich um einen Absteiger handelt. Die Handballer des FTSV Jahn Brinkum stiegen aus der Oberliga in die Verbandsliga ab, doch zerfallen ist diese Truppe längst nicht. Für Trainer Sven Engelmann ist das keine Überraschung: „Die Einstellung passt eben. Deshalb war mir trotz des Abstiegs klar, dass ich kein neues Team aufbauen muss.“

Bis auf Routinier Helmut Hinrichs (Ende der Karriere) und Keeper Hauke Hellbernd (pausiert) machen alle weiter. Auch der 41-jährige Stefan Schröder hat noch nicht genug, gibt sich eine weitere Saison. Das gilt auch für den absoluten Leistungsträger Meik Schäfer. Der Kreisläufer wirkte nach dem feststehenden Abstieg frustriert, sondierte auch Anfragen anderer Clubs – um sich dann doch für Brinkum zu entscheiden. „Meik fühlt sich eben auch wohl und weiß, was er an den Jungs hat“, schmunzelt Engelmann.

Alles ist aber nicht rosarot in Brinkum. So muss der Coach vermutlich für die ganze Serie auf Rückraum-Mann Ralf Warfelmann (Kreuzband-OP im Mai) verzichten. Bis Mitte Januar wird ihm auch Shooter Matthias Schneider fehlen, den es beruflich nach China gezogen hat.

Bei den Neuzugängen tat sich Brinkum schwer. Engelmann weiß auch ganz genau, warum das so ist: „Ich hätte gern noch einen weiteren Linkshänder gehabt und viele, viele Telefonate geführt. Aber oft ist es an den finanziellen Forderungen der Spieler gescheitert. Leider ist unser Verein etatmäßig nicht auf Rosen gebettet.“

Einer erhörte dann aber doch Engelmanns Bitten: Olaf Sawicki. Der 25-Jährige wohnt in Leeste und spielte zuvor zwei Jahre beim Oberligisten TV Neerstedt. Seinen Wechsel begründet der Torhüter so: „Ich hätte durchaus in Neerstedt bleiben können, doch wegen meines dualen Studiums kann ich nicht mehr so häufig trainieren. Sven wollte mich schon vor zwei Jahren, als ich noch in Barnstorf war, haben – jetzt hat es geklappt. Und ich freue mich auf die neue Mannschaft.“ Zusammen mit Aschkan Sadeghi stellt Brinkum damit für Verbandsliga-Verhältnisse sicherlich ein Keeper-Duo der Extraklasse auf die Platte.

Besonders ist auch in der kommenden Saison die Belastung von Sven Engelmann, der nicht nur Brinkum in der Verbandsliga, sondern auch die HSG Gruppenbühren/Bookholzberg in der Landesliga Weser-Ems trainiert. „Alles eine Sache des Timings“, lacht Engelmann, dessen Wochenplan in Sachen Handball so aussieht: Montag ist frei. Dienstag von 19.00 bis 20.25 Uhr Training in Brinkum, von 20.40 - 22.00 Uhr wird das andere Team gecoacht. Nach dem freien Mittwoch ist am Donnerstag wieder Brinkum dran. Am Freitag genießt die HSG dann die volle Aufmerksamkeit von Engelmann. Und wie geht das bei zeitgleichen Spielen am Wochenende? Engelmann ist zwar ein Bär von Mensch, aber teilen kann auch er sich nicht. „Wenn es eng wird, wird Co-Trainer Andreas Müller bei der HSG für mich einspringen.“

Und was ist mit Brinkum in dieser Spielzeit drin? Vom sofortigen Wiederaufstieg redet Engelmann nicht: „Ich denke, da sind andere in der kommenden Saison stärker. Aber mittelfristig wollen wir schon zurück in die Oberliga.“

Los geht es für die Brinkumer am Samstag um 19.30 Uhr mit dem Auswärtsspiel bei der SG Neuenhaus/Uelsen.

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