Brinkum hält mit 39:30 die Klasse / Acht Spieler trugen zum letzten Mal das Trikot

Ein fettes Ausrufezeichen beim Massen-Abschied

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Ein Versprechen für die Zukunft? Winter-Neuzugang Dennis Schlichting machte ein sehr starkes Spiel.

Brinkum - Von Daniel Wiechert. Kaum hatte Christoph Schneider ausgelassen tanzend mit seinen Handball-Teamkollegen vom FTSV Jahn Brinkum den Nichtabstieg in der Verbandsliga gefeiert, saß der 29-Jährige allein auf dem Hallenboden, die Füße weit von sich gestreckt, den Kopf im Nacken, ins Nichts starrend. Er musste sich fühlen, wie an einem Schulabschluss-Abend, wenn einem dämmert, dass die Truppe, mit der man jahrelang Höhen und Tiefen durchlebt hat, so nie wieder zusammen kommen wird.

„Ich bin total traurig“, sagte Schneider: „Die Letzten, mit denen ich vor zehn Jahren hier angefangen habe, hauen jetzt ab.“ Zumindest war es ein Abschied nach Maß für Maik Bhola, Torben Schierenbeck, Robert Gums (hören alle auf), Aschkan Sadeghi (HSG Schwanewede/Neuenkirchen), Meik Schäfer, Olaf Sawicki, Tim Kieselhorst (alle HSG Delmenhorst) und Carsten von der Heyde (Ziel unbekannt). Gegen die HSG Nordhorn II zeigten nicht nur sie noch einmal ihr ganzes Können. Souverän mit 39:30 (18:14) räumten sie letzte Zweifel am Klassenerhalt aus. „Ich habe zu jedem Zeitpunkt in dieser Saison daran geglaubt, dass wir die Liga halten“, sagte Coach Sven Engelmann hinterher: „Wenn wir immer alle dabei gehabt hätte, säßen wir jetzt hier und wären wahrscheinlich Zweiter oder Dritter“, haderte der Trainer mit den vielen verletzten und beruflich verhinderten Spielern während der Saison.

Hochgegriffen, aber mit der Leistung vom Samstagabend nicht auszuschließen. Gegen die Zweitliga-Reserve aus Nordhorn trumpften vor allem Meik Schäfer (10/2), Tim Kieselhorst (9) und Daniel Schlichting (7) im Angriff groß auf, doch insgesamt boten alle Brinkumer eine überzeugende Leistung. „Der Zusammenhalt war heute extrem gut, auch die Abwehrarbeit war klasse“, freute sich Engelmann.

So hatten die Gastgeber bereits in der sechsten Minuten durch einen erfolgreichen Tempogegenstoß von Bhola mit drei Toren vorne gelegen – 5:2. Über 15:11 (Schäfer/23.) ging es schließlich mit Dennis Brüggemanns Tor zum 18:14 in die Kabinen.

Doch plötzlich schlich sich der Schlendrian ein, Torben Schierenbeck und Beckmann scheiterten an Pfosten und Latte, Stefan Schröder am HSG-Keeper Tim Sostmann. Auf der anderen Seite erzielte Nordhorns Lars Bergmann das 20:21-Anschlusstor (36.). „Richtig Angst musste man aber auch in dieser Phase nicht haben“, sagte Engelmann. Vor allem dank Schlichting: Mit zwei Toren erhöhte er wieder auf 23:20, bevor Schäfer innerhalb von 180 Sekunden mit vier Treffern in Folge alles entschied – 33:24 (52.).

„Dieses Spiel hat nach dieser harten und schwierigen Saison noch einmal richtig Laune gemacht“, freute sich der scheidende Linksaußen Bhola. Bei Schneider überwog die Wehmut. „Es ist so ärgerlich, wenn man sich anschaut, wie wir die letzten drei Spiele agiert haben“, erinnerte der 29-Jährige an die drei Erfolge im Saisonschlussspurt: „Wenn wir davor nicht so eine Scheiße gespielt hätten, wären vielleicht einige geblieben...“

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