Brinkum gewinnt 4:0 im letzten Liga-Spiel / „Ein bisschen Wehmut ist dabei“

Offermann siegt mit einer Träne im Knopfloch

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Schon vor dem Spiel verabschiedete Brinkums Manager Frank Kunzendorf (l.) seinen Trainer Dennis Offermann offiziell.

Brinkum - Von Daniel Wiechert. Da hat der Brinkumer SV den VfL 07 Bremen auf dem falschen Fuß erwischt. Bei einer Ecke konzentrierten sich alle Findorffer auf die langen BSV-Kerle um Jürgen Heijenga, doch Mirko Duhn spielte die Kugel flach zwischen Elfmeterpunkt und Strafraumkante – Jannik Bender kam angerauscht und stellte auf 1:0 (13). Der Auftakt eines am Ende souveränen 4:0(3:0)-Erfolges der Brinkumer im letzten Saisonspiel der Bremen-Liga.

Diese Eckball-Variante „haben wir im Training erst einmal geübt, in den Spielen aber schon ein paar Mal probiert“, erklärte Dennis Offermann nach seinem letzten Heimspiel als Trainer des Brinkumer SV: „Schön, dass es geklappt hat. Das war toll anzusehen.“

Und diese Szene war der Knotenlöser. Denn zuvor hatten die Brinkumer Probleme mit dem Mittelfeld-Pressing der Gäste. Der ballführende BSV-Spieler wurde stets von mehreren Findorffern angelaufen, zudem stellten sie die Anspielstationen zu. „Mein Kompliment“, sagte Offermann: „So ein Pressing spielt kaum ein Team in der Liga. Sie haben die Räume exzellent zugemacht. Aber wir haben es gut gemacht, haben das Spiel schnell verlagert und immer wieder Überzahlsituationen auf den Flügeln geschaffen.“

Vor allem die Führung nach dem Eckball spielte den Gastgebern in die Karten. Plötzlich boten sich den Brinkumern mehr Räume – und diese nutzten sie: Marcel Dörgeloh wurde auf halblinks freigespielt und drosch den Ball aus 23 Metern zum 2:0 (21.) ins Tor. Danach konnten sich die Brinkumer sogar eine Slapstick-Einlage leisten. Dörgeloh setzte sich stark auf links durch, seine Hereingabe von der Grundlinie schoss Saimir Dikollari aus fünf Metern rechts neben das leere Tor. Überhaupt schien es so, als wolle sich Brinkums Top-Torjäger noch ein paar Treffer für das Pokal-Finale am Pfingstmontag gegen den Bremer SV aufsparen. Denn auch seine nächsten Chancen (26./87./90.) ließ der 31-Jährige, den es zur neuen Saison wie Offermann zum TB Uphusen zieht, liegen.

Gegen den VfL 07 war es aber halb so schlimm, schließlich hatten die Brinkumer Dörgeloh. Nach einem Doppelpass mit dem wiedergenesenen Kai Tönsmeyer stellte Dörgeloh in der 44. Minute auf 3:0 für die Gäste, die es in der zweiten Halbzeit gemächlicher angingen und so ein paar Körner für den Pokal-Kracher gegen den Bremer SV sparten. Drei Minuten vor dem Ende schenkte VfL-Akteur Marco Prigge den Gastgebern per Eigentor noch das 4:0.

Nach dem Schlusspfiff verspürte Offermann, der schon vor dem Spiel einen Blumenstrauß von BSV-Manager Frank Kunzendorf bekommen hatte, „ein bisschen Wehmut. Ich habe schon ein komisches Gefühl im Bauch und ein Auge ist auch ein bisschen feucht.“ Nach seinem letzten Liga-Spiel als Trainer des Brinkumer SV dachte der 39-Jährige aber bereits an die Zukunft des Vereins: „Ich glaube, die Jungs haben sich alle super entwickelt. Es wird in der neuen Saison darum gehen, die Feinheiten zu justieren. Und dafür haben sie mit Kristian Arambasic einen richtig guten Trainer. Er ist die beste Lösung für Brinkum.“

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