Christoph Schneider gelingt sechs Sekunden vor Schluss der Treffer zum 24:23 in Jever

Brinkum gewinnt Herzschlagfinale

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Eiskalter Christoph Schneider. Zunächst verwandelte Brinkums Linksaußen fünf Siebenmeter, bevor ihm sechs Sekunden vor Schluss noch der umjubelte Siegtreffer gelang. ·

Brinkum - Ende gut, alles gut: In einem Herzschlagfinale haben die Verbandsliga-Handballer vom Jahn Brinkum ihr letztes Spiel im Kalenderjahr 2013 mit 24:23 (12:11) gegen die HG Jever/Schortens gewonnen. Durch das Ausrufezeichen gegen den vorherigen Tabellendritten hat die von Sven Engelmann trainierte Brinkumer Mannschaft nun ein positives Punktekonto (12:10) und kann etwas versöhnlicher in die Winterpause gehen.

Bis es so weit war, hatten die Brinkumer jedoch Knochenarbeit zu verrichten. Der Oberliga-Absteiger und die Defensivspezialisten aus Jever marschierten zunächst im Gleichschritt, so konnte sich bei 5:5 (9. Minuten) über 9:9 (20.) bis hin zum (11:11) kein Team absetzen. Christoph Schneider sorgte mit einem verwandelten Siebenmeterwurf dafür, dass die Brinkumer zur Halbzeit mit einer Nasenlänge vorn lagen (12:11).

Doch die Führung hielt nicht lange, im Gegenteil: Die Gastgeber nutzten eine doppelte Unterzahl der Brinkumer, konnten sich so erstmals auf 17:13 (40.) absetzen. Doch Tor für Tor robbten sich die Brinkumer heran, bis Rückraumschütze Tim Kieselhorst in der 48. Minute den Ausgleich erzielen konnte (19:19). Das Momentum war nun auf Jahn-Seite. Nach zwei Treffern von Kreisläufer Meik Schäfer hieß es 21:19 für das Engelmann-Team. Vorentscheidung? Pustekuchen. 55 Sekunden waren noch zu spielen, als sich beim Stand von 23:23 die Ereignisse überschlugen. Schneider vergab für Brinkum, beim Gegenstoß der Gastgeber lief ein HG-Akteur durch den Kreis. Ballbesitz Brinkum. Jahn-Keeper Ashkan Sadeghi reagierte sechs Sekunden vor Schluss geistesgegenwärtig, bediente Schneider, der den umjubelten Siegtreffer erzielte.

Engelmann war heilfroh, dass sein Matchplan aufgegangen war. „Jever hat genau das gespielt, was wir erwartet haben. Wir haben es geschafft, durch breites Kreuzen den Mittelblock Jevers auseinander zu ziehen“, erklärte der Jahn-Trainer, der aber auch ein Haar in der Suppe fand: „Unsere erste Welle war viel zu schlecht.“ Nun müsse in der Pause fleißig daran gearbeitet, „unser Angriffsspiel zu festigen“. · wie

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