Beim Gegner Hastedt herrscht Chaos

Brinkum geht gebeutelt ins Spitzenspiel

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Haben vor dem Spitzenspiel gegen Hastedt mit enormen Personalsorgen zu kämpfen: Brinkums Cheftrainer Dennis Offermann (li.) und sein Co-Trainer Jörg Bender.

Brinkum - Auf ein echtes Spitzenspiel dürfen sich die Fußballer des Brinkumer SV freuen, wenn sie am Freitagabend um 19.00 Uhr den Tabellendritten der Bremen-Liga, den BSC Hastedt, zum Heimspiel am Brunnenweg empfangen. Das ist auch BSV-Co-Trainer Jörg Bender, der mit seiner Mannschaft zurzeit den fünften Rang einnimmt, bewusst: „Das wird eine richtige Nummer.“

Das ist auch BSV-Co-Trainer Jörg Bender, der mit seiner Mannschaft zurzeit den fünften Rang einnimmt, bewusst: „Das wird eine richtige Nummer.“ In die Karten spielen dürfte den Brinkumern die Situation der Hastedter, die momentan ähnliche Probleme haben wie der Bremer SV. 

Sogar Rassismus-Vorwürfe stehen bei Brinkums nächstem Gegner im Raum. So soll der Vater eines Spielers, der auch als potenzieller Sponsor des Vereins gehandelt wurde, gefordert haben, dass die Ausländerquote in der Mannschaft gesenkt werden muss. Andernfalls würde es keine Investitionen geben. 

„Es gab einen rassistischen Vorfall, der mich und meinen Bruder dazu bewegt hat, unsere Tätigkeit sofort zu beenden“, sagte in der zurückliegenden Woche Hastedts Coach Gökhan Deli, der bis dahin zusammen mit seinem Bruder Samet Deli die Kommandobrücke des BSC bekleidet hatte: „Dass Hagen Kelber (sportlicher Leiter des BSC Hastedt, Anm. d. Red.) überhaupt darüber nachdenkt, ist eine Frechheit.“ Ein potenzieller Geldgeber, der „kein Geld in eine Kanackentruppe pumpen will, geht gar nicht“, so Gökhan Deli weiter.

Auf Grund des öffentlichen Drucks ist Kelber am vorherigen Donnerstag zurückgetreten. Und seit Dienstag sind auch Gökhan und Samet Deli als hauptamtliche Übungsleiter wieder im Amt. „Ich konnte nicht einfach gehen“, erklärte Gökhan Deli die Rückkehr.

Das Ganze ist natürlich auch Bender nicht verborgen geblieben. „Die Situation interessiert uns aber nicht wirklich. In sportlicher Hinsicht hat der Verein es gut weggesteckt, vergangene Woche gegen den Blumenthaler SV klar mit 4:1 gewonnen. Ich glaube nicht, dass die Querelen Auswirkungen auf das Spiel haben werden“, ist sich Bender sicher.

Personalsorgen beim Brinkumer SV

Er muss auf Kapitän Jürgen Heijenga (privat verhindert), Marek Löffler, Jendrick Meissner Jannik Bender (alle drei kurieren Operationen aus), Tamino Kröger (Muskelfaseriss), Marcel Dörgeloh (Riss des Außenbandes im Sprunggelenk) und Marcel Pfaar (Rippenprellung) verzichten. 

Hinter den Einsätzen von Joshua Brandhoff (Grippe), Dimitri Khoroshun (Pferdekuss), Inouss Bourai Toure (Magen-Darm-Infekt) und Malik Gueye (Schlag auf den Knöchel) stehen zudem noch dicke Fragezeichen. „Wir sind froh, wenn wir elf Spieler zusammenbekommen. Dennoch werden wir das Spiel nicht herschenken“, so Bender.

Zudem hat Brinkum mit Hastedt noch eine Rechnung offen – das Hinspiel ging mit 1:2 verloren.

jdi

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