Nach 6:0 gegen SCT morgen im Finale des „Württemberg-Cups“ gegen Bremer SV / Dörgeloh-Hattrick reicht TSG nicht

Brinkum fordert Ex-Coach heraus

Oft unbedrängt: Seckenhausens Torjäger Marcel Dörgeloh (li.) gelang gestern ein Hattrick.

Kreis-Diepholz - Von Gerd TöbelmannRISTEDT · Beim 11. Ristedter Fußball-Turnier um den „Württemberg-Cup“ kommt es am Freitagabend um 20.00 Uhr zu einem äußerst reizvollen Finale. Durch ein 6:0 gegen Twistringen schaffte gestern Bremen-Ligist Brinkumer SV den Einzug ins Endspiel um die 500 Euro Siegprämie. Dort geht’s gegen den Bremer SV, bei dem nicht nur Brinkums Ex-Coach Klaus Gelsdorf im Amt ist, sondern auch gleich sieben Spieler, die zuvor am Brunnenweg spielten, angeheuert haben. Im Spiel zuvor setzte sich die TSG Seckenhausen-Fahrenhorst mit 3:0 gegen den TSV Melchiorshausen durch und bestreitet morgen um 18.30 Uhr gegen Bassum das Spiel um Platz drei.

TSG Seckenhausen-Fahrenhorst - TSV Melchiorshausen 3:0 (3:0): Seckenhausens Spielertrainer Torben Budelmann war hocherfreut: „In der ersten Halbzeit haben wir richtig Gas gegeben. Das Spiel war ein Genuss aus unserer Sicht.“

Der Bezirksligist dominierte den Bremen-Ligisten nach Belieben. Ob Michele Zaccaria über die linke Seite oder Christian Schult auf dem rechten Flügel – blank standen sie sehr oft, konnten beliebig bis zur Grundlinie oder nach innen ziehen, ohne von den Melchiorshausern gestoppt zu werden.

Melchiorshausens neuer Libero Jan Wittenberg jedenfalls war nach dem Abpfif ziemlich bedient: „Das war schon katastrophal, was wir da geboten haben. Das fing schon im Mittelfeld an. Da wurde viel zu wenig gestört. Wir haben es Seckenhausen heute ziemlich leicht gemacht.“ Hat der Ex-Syker da nicht vielleicht Angst, dass das in einigen Wochen in den Punktspielen ähnlich laufen könnte? „Nein. Da mache ich mir noch keine Sorgen. Vielleicht hatten wir heute so schwere Beine, weil wir in den letzten Tagen zweimal im Warwer Sand waren.“

Wie gesagt: Melchiorshausen lief zunächst nur hinterher. Das galt auch im Hinblick auf TSG-Torjäger Marcel Dörgeloh, der in der ersten Halbzeit zum Schrecken der Blau-Weiß-Abwehr wurde und einen lupenreinen Hattrick hinlegte. Beim 1:0 (5.) köpfte er eine Schult-Flanke ins Netz. Fünf Minuten später zog er aus 16 Metern präzise ab – 2:0. Und in der 30. Minute nahm der 20-Jährige einen Durchstecker von Michele Zaccaria auf und ließ Melchiorshausens Keeper Jens Ruscher mit dem 3:0 keine Chance. Kaum zu glauben – aber wahr: Der Bremen-Ligist hätte noch höher abgestraft werden können, wenn Budelmann (18.) und Zaccaria (25.) nicht Latte und Pfosten getroffen hätten.

Nach dem Wechsel verflachte das Match (zumindest aus Seckenhauser Sicht) deutlich. „Unsere Beine wurden schwerer und schwerer“, stellte Budelmann später fest. Melchiorshausen kam das gelegen, denn es blieb beim 3:0. Und ein Melchiorshauser Ehrentor? Konnte nicht fallen, denn dazu hätte es zumindest einer Chance bedurft . . .

Brinkumer SV - SC Twistringen 6:0 (2:0): Die Brinkumer hatten schon vor der Partie Grund zur Freude, denn Ex-Profi Lars Unger erklärte sich bereit, dem jungen Team zur Verfügung zu stehen. „Wenn es der Job erlaubt, werde ich regelmäßig trainieren und dann auch spielen. Ich denke, dass ich den Jungs immer noch helfen kann“, bestätigte der 37-Jährige gestern.

Brinkum musste mindestens mit 5:0 gewinnen, um ins Finale zu kommen. Zunächst tat sich das Team schwer. „Twistringen stand am Anfang recht kompakt“, meinte Brinkums Coach Holger Zander. Ein Doppelschlag innerhalb von 40 Sekunden in der 25. Minute durch Kerim Ilkelic und Unger zum 2:0 brach den Bann.

Nach dem Wechsel wurde die Überlegenheit der Brinkumer noch deutlicher. Ugur Saatci (41./43.), Andreas Liebhardt (52.) und Daniel Bahlhorn (62.) schossen das 6:0 heraus, was Zander natürlich toll fand: „Ich freue mich für die Jungs. Sie haben sich im Turnier kontinuierlich gesteigert. Der Bremer SV hat zwar mehr Qualität im Kader, aber in der Vorbereitung ist viel möglich . . .“

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