Brinkum fehlt beim Bremer Hallencup ein Törchen 

Halbfinale bleibt ein Traum

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Auch Brinkums Neuzugang Sören Kölsch (am Ball) konnte nicht verhindern, dass in der Vorrunde Schluss war. 

Bremen - Von Gerd Töbelmann. Was muss eigentlich passieren, dass der Brinkumer SV beim Bremer Hallencup mal die Vorrunde übersteht und ins Halbfinale einzieht? Sarkastisch könnte man antworten: Sie müssten fürs Semifinale gesetzt werden. Gestern hatte es der BSV im letzten Spiel in eigener Hand, hätte sogar mit einem Tor Differenz gegen Schwachhausen verlieren dürfen – und unterlag nach 1:0-Führung noch mit 2:4. Aus der Traum. Vor 4200 Zuschauern setzte sich am Ende im Finale der TuS Schwachhausen mit 3:2 gegen den SV Werder Bremen III durch und holte sich den Pokal.

„Das ist natürlich extrem bitter, denn wir hatten es endlich mal in der eigenen Hand, die Vorrunde zu überstehen – und schaffen es wieder nicht“, fasste Trainer Dennis Offermann seinen Frust in Worte.

Gegen den späteren Finalisten Werder Bremen III startete Brinkum mit einem 2:2 in das Turnier. Nicht gerade berauschend, aber vom Spielverlauf her schon motivierend, denn der BSV lag schon mit 0:2 hinten. Marcel Dörgeloh und Kevin Freistein sorgten mit späten Toren aber noch für das Remis. „Gut war, dass wir nach dem 0:2 zurückgekommen sind. Dabei hatten wir sogar die Mehrzahl an Chancen. Bei den Gegentoren haben wir aber geschlafen“, bilanzierte Offermann.

Sein bestes Turnierspiel lieferte Brinkum dann beim 4:3 gegen Aumund-Vegesack ab. Brinkum führte durch ein Dörgeloh-Tor, geriet danach in Rückstand, glich durch Treffer von Calvin Helms und Dörgeloh zum 3:3 aus, ehe Bastian Helms Sekunden vor dem Ende das 4:3 gelang. „Super. Jetzt haben wir es nach unserem ersten Sieg nach langer, langer Zeit beim Hallencup selbst in der Hand, um ins Halbfinale zu kommen“, war Offermann gut gelaunt.

Vor dem Gruppenfinale gegen Schwachhausen hätte der BSV gar mit einem Tor Differenz verlieren dürfen, um noch weiter zu kommen. Und es ließ sich auch gut an, denn nach wenigen Sekunden brachte Bastian Helms sein Team nach feinem Solo mit 1:0 in Führung. Jetzt sollte es doch endlich mit dem Weiterkommen klappen.

Auch nach dem 1:1 machten sie sich an der Brinkumer Bande noch keine allzu großen Sorgen. Das änderte sich jedoch, als ausgerechnet der Ex-Brinkumer Herman Mulweme mit einem Doppelpack innerhalb von nur wenigen Sekunden für das 3:1 der Bremer sorgte. Spätestens nach dem Schwachhauser 4:1 sanken die Brinkumer Hoffnungen auf den Nullpunkt. Auch das 2:4 durch Joshua Brandhoff verbesserte die Laune nur kurzfristig, denn ein weiteres Tor, das Brinkum gereicht hätte, fiel nicht mehr.

Als der Abpfiff ertönte, sanken die Brinkumer auf und neben dem Platz in sich zusammen und schlichen kurze Zeit später in die Kabine. Die Verabschiedung der ausgeschiedenen Teams vor Publikum empfanden sicherlich alle so unnötig wie das Spiel um Platz drei einer Fußball-WM.

„Das ist wirklich eine große Enttäuschung für uns. Die Gegner haben heute alle unsere Fehler brutal bestraft. Wir haben es uns selbst kaputt gemacht“, wirkte Brandhoff maßlos traurig.

Brinkums Kader: Olatunji - Dörgeloh (3 Tore), Wirth, C. Helms (1), Freistein (1), Pakkan, Brandhoff (1), Gräpler, Raub, B. Helms (2), Kölsch.

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