Gestern klarer 3:0-Sieg gegen SV Werder III / Offermann ist offen für alles

Brinkum düpiert den Meister ein zweites Mal

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Werders Kapitän Mirkan Pakkan (links) fährt die Grätsche aus, doch Brinkums Offensivmann Kai Tönsmeyer kann den Ball vorbeilegen und wenig später scharf hereinflanken. ·

Brinkum - Von Gerd TöbelmannWer hätte das gedacht? Ausgerechnet der aktuelle Bremen-Liga-Meister SV Werder Bremen III ist in dieser Saison der Lieblingsgegner des Brinkumer SV. Nach dem 6:1 im Hinspiel fertigte das Team von Interimstrainer Dennis Offermann die Bremer auf dem Heiligenroder Kunstrasenplatz gestern völlig verdient mit 3:0 (0:0) ab.

Nach dem Remis beim OSC Bremerhaven und der Schlappe gegen Schwachhausen feierte Offermann damit seinen ersten Dreier als Trainer. Und offenbar findet der 34-Jährige mehr und mehr Geschmack am Job an der Linie. Offermann wollte jedenfalls gestern nicht ausschließen, dass aus einem Interimstrainer durchaus ein Vollzeit-Coach werden könnte: „Ich bin offen für alles. Aber soweit ist es längst noch nicht. Erst einmal bin ich bis Sommer Trainer in Brinkum. Alles andere wird sich ergeben. Heute jedenfalls freue ich mich, dass wir Werder geschlagen haben.“

Und dies völlig verdient. Anders als noch eine Woche zuvor gegen Schwachhausen wirkte der BSV von der ersten Minute an griffig. Das lag auch daran, dass die Mitte quasi hermetisch abgeriegelt wurde. Jannik Bender und der aus der Innenverteidung nach vorn gezogene Jürgen Heijenga machten ihre Sache sehr gut und kauften den Bremern den Schneid ab. Aber auch die Hereinnahme von Inouss Boure Toure als Innenverteidiger war so schlecht nicht.

Hinzu kam, dass Brinkum viel öfter zum Abschluss kam. Zunächst war es noch Werder-Keeper Jeroen Gies, der die Gastgeber ärgerte. Dimitri Khoroshun (3.), Bender (4.) oder auch Dennis Krefta (31.) scheiterten an ihm. Darüber hinaus traf Kai Tönsmeyer noch einmal das Außennetz. Werder-Chancen? Mangelware. John Werner hätte treffen können, verstolperte in der 23. Minute aus fünf Metern aber kläglich.

Nach dem Wechsel hatte Brinkum zunächst zwei Schreckmomente zu überstehen, doch die Werderaner Simon-Joel Cakir (46./Latte) und Tiago Sprenger (47./Niklas Frank hält) vergaben ihre Chancen. „Puh, da haben wir auch etwas Glück gehabt“, atmete Offermann tief durch.

Danach jedoch war eigentlich nur noch sein Team so richtig gefährlich. Und endlich fielen auch die Tore. In der 51. Minute erlief Tönsmeyer eine zu kurze Kopfball-Rückgabe, kam vor Gies an den Ball und wenig später trudelte das Leder in aller Ruhe zum 1:0 über die Linie.

Die Gastgeber ruhten sich aber keineswegs auf dem Vorsprung aus, sondern spielten weiter mutig nach vorn. Ein Doppelschlag in der 65. und 70. Minute brachte dann die Entscheidung. Mit seinem ersten Ballkontakt nach seiner Einwechselung traf Dennis Mertgen nach schnell ausgeführtem Einwurf von Tönsmeyer zum 2:0. Fünf Minuten später flankte Bender mustergültig aud den läuferisch sehr starken Steffen Röpke, der Gies beim 3:0 keine Chance ließ. Und fast hätte Tönsmeyer noch seinen zweiten Treffer nachgelegt, doch diesmal war Gies zur Stelle (75.).

Und was ist jetzt für Brinkum noch drin? Offermann hat klare Vorstellungen: „Platz drei in der Liga sichern und ins Finale des Landespokals kommen.“

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