42:27 gegen Hoykenkamp / Neun Tore von Christoph Schneider

Brinkum ballert sich vor

Brinkum - Von Cord KrügerBei einer Zehn-Tore-Führung nach 23 Minuten kann man auch mal einen Kopfball ausprobieren. Christoph Schneider versuchte dies gestern im Nachsetzen – und sah prompt die Gelbe Karte.

Immerhin handelte es sich um ein Handballspiel – und was für eins: Schneider und sein Verbandsligist FTSV Jahn Brinkum verpassten der TS Hoykenkamp mit 42:27 (21:12) eine ziemlich glatte Rasur. Und Schneider selbst traf noch oft genug – mit allen vier Siebenmetern und fünf weitere Male. Das 40. Tor geht ebenso auf seine Kappe – und damit das Löhnen für eine Kiste Bier.

Trotzdem wollte Jahn-Trainer Sven Engelmann niemanden aus seinem Team hervorheben – weder Top-Shooter Schneider noch Torwart Hauke Hellbernd, der bis zu seiner Auswechslung nach 40 Minuten einen Strafwurf und elf weitere Versuche parierte: „Wir hatten eine tolle Abwehr, zwei starke Torhüter, haben sicher den Ball behauptet und Geduld im Abschluss bewiesen“, lobte Engelmann. Kein Vergleich also zur 24:25-Auftaktschlappe beim ATSV Habenhausen II. Darüber freute sich auch Malte Blume, dem vier Treffer glückten: „Für mich war es natürlich ein schönes Heimdebüt“, strahlte der Mittelmann. „Wir wollten zu Hause zeigen, dass wir eine starke Mannschaft sind. Jeder durfte heute Tore schießen, und die Stimmung hier war super.“

Nur Spannung bekamen die 120 Zuschauer allenfalls in der ersten Viertelstunde geboten: Nach Meik Schäfers Doppelschlag zum 2:0 (3.) arbeiteten sich die Gäste zu ihrer ersten Führung vor (3:2/6.) und hielten die Partie über 4:4 (9.) und 6:6 (11.) offen. Der im ersten Durchgang bärenstarke Maik Bhola brachte Brinkum nach einem 6:7 jedoch mit zwei Treffern zum 8:7 (13.) auf Kurs. Gleich darauf hielt Hellbernd einen Siebenmeter von Nico Skormachowitsch – der Knackpunkt im Hoykenkamper Spiel, denn danach gelang ihnen zwölf Minuten lang kein Treffer mehr. In dieser Phase entnervte Hellbernd die Gäste mit Super-Reflexen, seine Vorderleute packten konsequent zu, und die schnellen Gegenstöße saßen. So stand's plötzlich 18:8 (25.). Diesen Vorsprung rettete der FTSV fast bis zur Pause.

Nach dem Wechsel brachten die Hausherren selbst je zwei Zeitstrafen gegen Hannes Brenning und Matthias Schneider sowie einmal gegen Meik Schäfer nicht aus dem Konzept. Schließlich wurde es doch noch mal spannend – im Endspurt zum 40. Tor, dem Bhola, Blume und Sebastian Beckmann über 36:24 auf 39:26 den Weg bereiteten.

„Heute hat alles gepasst“, freute sich Engelmann. Nur der Ausfall von Thomas von der Heyde trübte die Stimmung: Der Rückraumakteur hatte sich beim Aufwärmen an der Leiste verletzt und verbrachte die Partie auf der Matte in Behandlung.

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