Konzept „TuS30“soll künftig erste und zweite Mannschaft enger verschmelzen

Brinkmanns neue Mission

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TuS Sulingens Trainer Walter Brinkmann (re.) und Co-Trainer Thorolf Meyer coachen künftig auch das zweite Team. ·

Sulingen - Von Arne FlüggeWalter Brinkmann hat viel gegrübelt. Da war auf der einen Seite seine erfolgreiche Landesliga-Mannschaft, andererseits drohte die Zweite in der 1. Kreisklasse auseinanderzubrechen. Der Trainer des TuS Sulingen zog die Notbremse, verstärkte die Reserve, deren Abstieg nun verhindert wurde. Und der 51-jährige Fußball-Coach erarbeitete ein neues Konzept. „TuS30“ heißt es (siehe Kasten links) und soll die Erste und Zweite künftig enger miteinander verschmelzen.

Ab der kommenden Saison wird es in Sulingen nun ein Team von 30 Spielern plus vier Torhütern geben, die dann zwei Mannschaften stellen. Eine in der Landesliga, eine als U 23 in der 1. Kreisklasse. Beide Teams werden von Brinkmann und Thorolf Meyer trainiert – und auch an den Spieltagen betreut. „Wir werden unsere Heimspiele nacheinander austragen“, sagt Brinkmann, „bei Auswärtsspielen sprechen wir uns ab. Spielen wir zeitgleich, werden wir die Mannschaften im Wechsel betreuen. mal Thorolf und mal ich.“ Das klingt nach einem Riesenaufwand. „Ich glaube nicht, dass uns das überfordern wird, wir haben eine große Unterstützung und zusätzliche Betreuer.“ Der Abteilungsvorstand um Spartenleiter Ralf Knake steht ferner geschlossen hinter dem Konzept. Darüber hinaus wird Peter Miklis als Teamkoordinator installiert.

Beim TuS Sulingen ist man fest davon überzeugt, dass das neue Konzept greifen und somit der Unterbau für die Zukunft auch gehalten werden kann. „Es ist heute überall schwierig, Jungs dafür zu begeistern, einen großen Aufwand für Fußball zu betreiben und dabei am Anfang auch Geduld zu haben“, meint Brinkmann. Man habe den jungen Spielern eine Perspektive bieten wollen, um sie weiter an den Club zu binden. „Der Sprung in die Landesliga ist groß. Und wenn junge Spieler keine Zukunft sehen, glauben, sie haben dort eh keine Chance, hören sie oft auf oder gehen woanders hin“, ist Brinkmanns Befürchtung gewesen. Dem habe man entgegensteuern wollen.

Und daher wurde die zweite Mannschaft in den vergangenen Wochen auch verstärkt. „Die wäre stumpf runtergegangen, weil sie teilweise ja schon keine elf Spieler mehr zusammenbekommen hatte“, berichtet Brinkmann.

Doch für sein Konzept „TuS30“ sei der Klassenerhalt der Zweiten Voraussetzung gewesen. „Die 2. Kreisklasse hätte ich mir nicht angetan“, gibt Brinkmann zu. Ebenso wohl viele Spieler nicht.

Es sei ohnehin schwierig genug gewesen, alle von dem Konzept zu überzeugen. Viele Studenten, die nicht regelmäßig trainieren können, haben bereits gemerkt, dass es schwierig wird in der Landesliga. „Doch gerade diese Spieler sind mir wichtig, weil sie teilweise schon beim Aufstieg in die Bezirksliga dabei waren“, so Brinkmann. Daher habe er „alle an einen Tisch geholt“ und ihnen in einem langen Gespräch eine Alternative zum Vereinswechsel geboten. „Und ich habe Bereitschaft und Begeisterung für das neue Konzept gespürt.“

Die Begeisterung trägt auch Brinkmann. „Ich freue mich total darauf und bin sehr gespannt“, schaut der Coach seiner Mission erwartungsvoll entgegen. Schließlich könnte es seine letzte beim TuS Sulingen sein. „Ich habe lange überlegt, hier ins fünfte Jahr zu gehen. Doch es motiviert micht total, jetzt mit dieser großen Gemeinschaft zu arbeiten“, so der Trainer. Er sagt aber auch: „Wenn dieses Konzept erfolgreich ist und es uns gelingt, die Zweite in die Kreisliga hochzubringen, sehe ich meinen Auftrag beim TuS Sulingen als erfüllt an. Dann könnte es mein Abschiedsjahr werden.“

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