55-Jähriger trainiert wieder den SC Twistringen

Brinkmann kehrt in seine „Fußball-Heimat“ zurück

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Zur Saison 2018/19 steigt Walter Brinkmann wieder als Trainer beim Fußball-Bezirksligisten SC Twistringen ein: „Der SCT ist ein Kultverein, da geht man gerne hin!“

Twistringen - Von wegen längere Auszeit – Walter will‘s wieder wissen: Zur neuen Saison coacht Walter Brinkmann die Bezirksliga-Fußballer des SC Twistringen. „Die Gespräche über eine mögliche Zusammenarbeit waren von Anfang an sehr ausgiebig und harmonisch“, sagt SCT-Spartenleiter Stefan Funke, man habe direkt auf einer Wellenlänge gelegen.

Bis zum Sommer geben aber noch Trainer Andreas Schultalbers und sein „Co“ Thomas Thiede den Ton bei den „Blaumeisen“ an. Das Ja zu Brinkmann sei kein Nein an das jetzige Trainergespann, stellen die Vereinsverantwortlichen um Funke klar: „Wir möchten betonen, dass ,Schulti‘ und ,Willem‘ gegenwärtig hervorragende Arbeit leisten. Und wir sind gleichzeitig davon überzeugt, dass das auch bis zum Ende der Saison so bleiben wird.“ 

Es sei nie eine Option gewesen, dass Brinkmann schon im Winter beim Tabellenachten einsteigt. Zumal der 55-Jährige nach seinem Aus Mitte Oktober beim Bremen-Ligisten Brinkumer SV betont hatte, sich erst mal eine Auszeit vom Trainerjob zu gönnen. Doch der Erfolgscoach hatte schon kurz nach seiner Demission in Brinkum – angesprochen auf die „Blaumeisen“ – betont: „Perspektivisch ist der SCT sicher sehr interessant.“

Mit jungen Spielern durchstarten

Das zeigt der Blick auf die Jugend-Teams. Schließlich sind die A-Junioren der JSG Twistringen-Mörsen starker Zweiter in der Landesliga, die B-Junioren führen die Bezirksliga an. Auf lange Sicht sei Brinkmann prädestiniert dafür, mit diesen jungen Spielern im Herren-Bereich durchzustarten. Schließlich habe der 55-Jährige beispielsweise beim TuS Sulingen unter Beweis gestellt, dass er dafür ein Händchen besitze, sagt Funke: „Wir haben in der A-Jugend wirklich gute Jungs dabei. Wir sind da frohen Mutes, künftig den einen oder anderen in die ,Erste‘ integrieren zu können.“

Bereits 2006 hatte Walter Brinkmann (re.) als Trainer des damaligen Bezirksoberligisten SC Twistringen große Ambitionen.

Brinkmann betonte gestern, dass es sein Ziel sei, den SCT „zu einem ambitionierten Bezirksligisten zu entwickeln“. Das sei jedoch nicht von heute auf morgen möglich: „Da gebe ich uns schon ein bisschen Zeit.“ Bei dieser Entwicklung soll Thiede weiterhin eine wichtige Funktion einnehmen. Er bleibt auch unter Brinkmann Co-Trainer. Das Präfix „Co“ stimme aber nicht so ganz. „,Willem wird der Coach an meiner Seite sein, er wird mehr sein als ein ,Co‘“, stellt der Diplom-Kaufmann klar: „,Willem liebt und lebt Fußball.“

Genau wie Brinkmann. Er ist schon jetzt Feuer und Flamme für die ab Sommer beginnende Aufgabe. „Für mich ist es so etwas wie eine Rückkehr in meine Fußball-Heimat“, schwärmt Brinkmann, der in Brümsen, nur zehn Fahrrad-Minuten entfernt vom Twistringer Sportplatz, wohnt: „Der SCT ist ein Kultverein, da geht man gerne hin!“

Seit fast 30 Jahren ist er Trainer, coachte unter anderem den TSV Bassum, den SV Mörsen-Scharrendorf, den TuS Sulingen, den SV Heiligenfelde und in den Nullerjahren auch schon mal den SCT. „Ich bin noch immer fußballhungrig“, betont Brinkmann: „Es ist ein toller Job mit vielen positiven Emotionen. Und mit jungen Leuten zusammen zu arbeiten, hält einen auf Trab.“ Wenngleich alles irgendwann mal ein Ende habe: „Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird es meine letzte Trainerstation.“ - wie

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