Brinkmann freut sich auf neue Herausforderung / Janshen Co-Trainer / Vier Neue

Aufbruchstimmung

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Sechs Neue für Fußball-Bezirksligist SV Heiligenfelde: Auf die neue Saison freuen sich (hinten von links) Trainer Walter Brinkmann, Oliver Meyer, Co-Trainer Frank Janshen sowie (vorn von links) Tobias Marquardt, Jörn Wachtendorf und Till Meiners.

Heiligenfelde - Von Arne Flügge. Es war der 27. Juni, Trainingsbeginn. Walter Brinkmann verließ sein Haus in Brümsen bei Twistringen und machte sich auf den Weg. Und tatsächlich: Der Trainer bog auch in die richtige Richtung ab. Er trotzte der Macht der Gewohnheit und fuhr direkt nach Heiligenfelde. Nicht etwa nach Sulingen, wo er die vergangenen fünf Jahre erfolgreich als Coach gearbeitet hatte. „Sulingen ist aus dem Kopf“, beteuert der 53-Jährige, „das muss auch so sein.“

Brinkmann hat den Fußball-Bezirksligisten SV Heiligenfelde übernommen – und er freut sich auf die neue Aufgabe. „Es ist doch das Reizvolle am Trainerleben, immer mal wieder neue Regionen und Menschen kennenzulernen. Es ist eine Aufgabe, die mir sehr viel Spaß macht“, erklärt der Coach. Und seine Entscheidung, nach Heiligenfelde zu gehen, sei richtig gewesen: „Ich habe einen harmonischen Haufen angetroffen, in dem absoluter Teamgeist herrscht, eine charakterlich tolle Mannschaft.“ Zudem sei im Verein alles top organisiert. „Ich finde hier perfekte Voraussetzungen vor“, schwärmt der Trainer. Der Wechsel vom Schlaraffenland TuS Sulingen dürfte ihm daher noch etwas leichter gefallen sein.

Nun geht es darum, eine Mannschaft zu formen und zu entwickeln, die sich in der Bezirksliga weiter fest etablieren kann. Das Potenzial ist da, und nach Platz elf in der Vorsaison will Brinkmann diesmal mehr, ohne gleich zu großen Druck aufzubauen: „Ein einstelliger Tabellenplatz ist das Ziel.“ Denn in der äußeren Wahrnehmung werden Ziele nun mal an Tabellenplätzen gemessen. „Oberste Priorität ist doch, dass du die Ergebnisse einfährst, um einen guten Tabellenplatz zu haben. Wie du das schaffst, danach fragt später keiner mehr“, weiß der Trainer aus Erfahrung.

Für einen Coach persönlich gibt es dagegen eine Reihe ganz anderer Motivationen: Der Mannschaft ein paar neue Dinge einhauchen, gruppen- und mannschaftstaktisches Verhalten üben, modernsten Fußball spielen. Dazu dem einen oder anderen Spieler auf die Sprünge helfen, ihn weiterentwickeln. Brinkmann: „Das zu realisieren, ist, was mich als Trainer motiviert. Aber natürlich muss auch der Tabellenplatz stimmen.“

Da kein Spieler den SV Heiligenfelde verlassen hat und der Club sich in Keeper Jörn Wachtendorf (TVE Nordwohlde), Till Meiners (TSV Bramstedt), Oliver Meyer (TSV Bassum) und Tobias Marquardt (TSV Weyhe-Lahausen) gezielt verstärkt hat, „sind wir für eine Bezirksliga-Mannschaft gut aufgestellt. In der Qualität und in der Breite“, sagt der SVH-Trainer. Natürlich müsse man im Verlaufe der Saison immer mal damit rechnen, dass Leistungsträger hin und wieder nicht zur Verfügung stehen. „Der Job geht vor“, weiß Brinkmann. Das müsse man schlichtweg akzeptieren: „Dafür spielen wir in der Bezirksliga.“

In Frank Janshen hat der Coach einen neuen Co-Trainer, der bis vor kurzem noch selbst in der Ersten kickte und den Club daher aus dem Eff-Eff kennt. „Frank kennt Mannschaft und Umfeld. Er ist jemand, der sehr viel mitbringt und sich für den Job interessiert. Er ist mein Verbindungsmann, der die Nähe zur Mannschaft hat. Das Zusammenspiel mit uns beiden läuft optimal“, berichtet Brinkmann.

„Ich werde jetzt meine B-Lizenz absolvieren und möchte mich als Trainer weiterentwickeln. Unter Walter kann ich das sehr gut“, meint der 30-jährige Janshen: „Ich freue mich über die Zusammenarbeit.“ Dabei wird er keinesfalls nur der Hütchenaufsteller sein. „Wir werden alle Dinge gemeinsam besprechen. Frank ist nicht der zweite Mann, er ist der Trainer an meiner Seite. Er trägt Verantwortung und Entscheidungen bis hin zur Mannschaftsaufstellung mit“, erläutert Brinkmann.

Und der Coach hat in Heiligenfelde so etwas „wie “ ausgemacht. „Hier wurde in den letzten Jahren schon unter Frank Fischer professionell gearbeitet, ich spüre aber, dass die Mannschaft gewillt ist, noch ein bisschen mehr aus sich herauszukitzeln“, sagt Brinkmann. Hohe Trainingsbeteiligung, Pünktlichkeit, eine gute Mischung aus Lockerheit und Konzentration hat der Trainer ausgemacht: „Die Spieler wollen sehen, was der Neue da will und ziehen voll mit. Das gibt mir ein gutes Gefühl für die Liga.“

Und daher war und ist es in der Vorbereitung für den Trainer von immenser Bedeutung, erstmal zu erkennen, „welcher Spieler auf welcher Position der Mannschaft am besten helfen kann. Viele Spieler bringen großes Entwicklungspotenzial mit.“ Das gelte auch für die Kicker aus der zweiten Mannschaft, mit der Brinkmann und Janshen eng zusammenarbeiten werden. „Das ist wichtig für uns, aber auch die Zweite wird davon profitieren“, ist sich Brinkmann sicher.

Der Trainer geht mit großer Vorfreude in die Saison. „Was mich auch total motiviert, ist diese Staffel. Wir werden unheimlich viele Derbys vor vielen Zuschauern haben. Das habe ich zuletzt doch etwas vermisst.“

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