TuS Sulingen verliert 0:3 beim „in allen Belangen überlegenen“ TSV Krähenwinkel/Kaltenweide

Brinkmann: „Das bereitet mir ein bisschen Sorge“

Und dann kam auch noch Pech dazu: Der Ballverlust von Tim Rieckhof (rechts) leitete das 0:3 des TuS Sulingen beim TSV Krähenwinkel/Kaltenweide ein. Verloren hätte der gestern klar unterlegene Landesligist aber wohl auch ohne diese Szene. Foto: Borchardt

Langenhagen – Walter Brinkmann redete gar nicht lange um den heißen Brei. „Die Niederlage ist absolut verdient, der Gegner war uns in allen Belangen überlegen“, bilanzierte der Trainer des TuS Sulingen nach der gestrigen 0:3 (0:2)-Schlappe beim bisherigen Landesliga-Zwölften TSV Krähenwinkel/Kaltenweide, der dadurch auf Platz neun vorrückte. Damit wollte er seinen Fußballern kein schlechtes Zeugnis ausstellen, attestierte ihnen den Willen – und auch, „dass wir bis zum Ende kühlen Kopf bewahrt und uns keine Frustfouls geleistet haben. Aber in puncto Zweikampfführung, Engagement, Schnelligkeit und Durchsetzungsvermögen waren die ,Krähen’ heute auf jeder Position besser besetzt.“

Dies wiederum gab den Gästen zu denken. „Wir sind alle noch erschrocken“, gestand Brinkmann: „Wenn es gegen Mannschaften von oben nicht reicht, ist das okay. Aber heute sind wir vom Tabellenzwölften klar vorgeführt worden. Das bereitet mir schon ein bisschen Sorge.“

Sein Team war nach 16 Minuten durch den früheren Regionalliga-Stürmer Marcel Kunstmann (bis 2017 beim TSV Havelse) in Rückstand geraten, als er sich nach einem Freistoß aus dem Halbfeld nach oben schraubte und das 1:0 köpfte. Keine 60 Sekunden später war der 31-Jährige erneut zur Stelle, als er eine Kopfball-Bogenlampe über TuS-Torwart Eric Schröder hinweg zum 2:0 in den Maschen unterbrachte. „Mit dieser Euphorie Krähenwinkels wurde es dann für uns natürlich schwer, dem 0:2 hinterherzulaufen“, räumte Brinkmann ein. Die erste Möglichkeit seiner Mannschaft notierte er erst in Minute 42, als Stürmer Jegerchwin Tero Dennis Pissor bediente – doch der köpfte am langen Eck vorbei.

Nach knapp einer Stunde war die Partie praktisch entschieden: Tim Rieckhof verlor den Ball auf der linken Seite, die Platzherren schalteten schnell um – und Felipe Böttcher überwand den aus seinem Kasten geeilten Schröder per Heber zum 3:0 (58.). Zwar steckten die Gäste nicht auf, doch bei den wenigen Gelegenheiten fehlte im Abschluss auch das nötige Glück: Mittelfeldmann Julian Fehse, wie Tero gestern erstmals von Beginn an aufgeboten, spielte einen guten Schnittstellen-Pass auf Chris Brüggemann, doch der scheiterte im direkten Duell an TSV-Schlussmann Philipp Houck (62.). So blieb’s beim 0:3, und Brinkmann blickte nach dem Dämpfer bereits wieder nach vorn: „Gut, dass wir am Dienstagabend schon wieder die Gelegenheit haben, es besser zu machen.“

Dann nämlich muss Sulingen ab 19.00 Uhr in der dritten Runde des Bezirkspokals beim Bezirksligisten TSV Algesdorf, südlich von Bad Nenndorf in der Samtgemeinde Rodenberg, ran. ck

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