Bremen-Liga-Meister raus

Bremer SV zieht den Brinkumern früh den Zahn

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Brinkums Kevin Freistein (li.), der sich hier ein Laufduell mit Marcel Lück liefert, blieb in der ersten Runde des Lotto-Pokals gegen den Bremer SV wie seine Mannschaftskollegen unter seinen Möglichkeiten.

Bremen - Von Julian Diekmann. Als Dimitri Khoroshun in der 85. Minute eingewechselt worden war, bekam er von den Zuschauern einen liebgemeinten Rat mit auf den Weg. „,Dimi‘, mach’ keinen Scheiß jetzt“, raunte es von der Tribüne. Tat er nicht.

Immerhin stand es in der ersten Runde des Bremer-Lottopokals zwischen dem Bremer SV und dem Brinkumer SV bereits 3:0 für die Hausherren aus der Hansestadt. Somit konnte auch der Ex-Brinkumer, nun in Diensten des Bremer SV, nicht mehr groß ins Spiel eingreifen.

Dafür war der 25-Jährige nach dem Abpfiff am Samstagabend überglücklich. „Es war schon ein sehr komisches Gefühl, gegen meinen Ex-Club zu spielen und auf einmal auf der anderen Seite zu stehen“, gestand der Linksverteidiger: „Und ehrlich gesagt, tut es mir für Brinkum auch ein wenig leid. Dennoch muss ich sagen, dass wir verdient eine Runde weitergekommen sind. Wir wollten von Anfang an pressen und ihnen keine Räume lassen. Das haben wir gut gemacht.“

Und wie! Bereits nach der ersten Halbzeit war das Pokalspiel nach Treffern von Tim Pendzich (33.) und Vafing Jabateh (43.) vorentschieden. Auch, weil die Gäste aus Niedersachsen arge Personalprobelme hatten. 

„Bei uns fehlen aktuell einfach zu viele Stammspieler. Zudem sind die Neuen noch nicht alle komplett integriert, müssen noch unser Spielsystem besser kennenlernen. So waren wir einfach nicht in der Verfassung, gegen den Bremer SV mitzuhalten“, brachte es Brinkums Mannschaftskapitän Jannik Bender, der am Samstag aus Personalsorgen in der Innenverteidigung auflaufen musste, auf den Punkt.

Gäste von Anfang an wacher

Die Gäste aus dem Bremer Westen wirkten von Anfang an wacher, nur mit ihrer Chancenverwertung gingen sie zu Beginn der Partie zu fahrlässig um. So vergaben Alexander Arnold (6.), Jabateh (7.), Marcel Lück (9./30.) sowie Danny Radke (31.) beste Gelegenheiten zur Führung. Doch in der 33. Minute war es dann so weit für die Gastgeber. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld von Marcel Dörgeloh schaltete der Bremer SV blitzschnell um, sodass Pendzich dem Gäste-Keeper Benjamin Schimmel aus gut zehn Metern keine Chance ließ. 

Der Appell des Brinkumer Trainers Dennis Offermann, „wir bleiben im Spiel, Männer!“, verpuffte jedoch nur zehn Minuten später, als Jabateh in der 43. Minute nach Vorlage von Finn Zeugner vorentscheidend das 2:0 markierte. „Da hat einfach die Zuordnung gefehlt“, monierte der 38-jährige Offermann: „Unterm Strich muss ich sagen, dass es eine verdiente Niederlage für uns war. Der Bremer SV hatte mehr vom Spiel. Aktuell muss man einfach festhalten, dass wir nicht in der Lage sind, einem Club wie dem Bremer SV vor Schwierigkeiten zu stellen.“

Zwar bemühte sich Brinkum nach Wiederbeginn mehr als in Durchgang eins, doch wirklich gefährlich wurde es für Hausherren zu keinem Zeitpunkt. Denn auch der Bremer SV hatte noch nicht genug, drängte weiter. Nur wurden die guten Möglichkeiten – wie in Hälfte eins – nicht konsequent genug genutzt. 

So hätte Radke die Partie endgültig klarmachen können (53.), doch sein Schuss von der Strafraumkante traf nur den Außenpfosten. Auch Lück (55./66.) sowie Pendzich (69.) vergaben gute Möglichkeiten. Ein Grund, warum Brinkum nicht höher verloren hatte, war eindeutig Schimmel, der seine Brinkumer vor Schlimmerem bewahrte. Doch einmal musste der Keeper noch hinter sich greifen, als Lück einen Konter zum 3:0 abschloss.

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