Mit Sondergenehmigung

Bremer Verband will den Fußball-Landespokal retten

Skeptisch: Lars Behrens glaubt noch nicht, dass das mit dem Pokal etwas wird.
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Skeptisch: Lars Behrens glaubt noch nicht, dass das mit dem Pokal etwas wird.

Bremen - Der Bremer Fußball-Verband (BFV) will alles versuchen, um den Landespokal doch noch über die Bühne zu bringen. Die verbliebenen Vereine der Herren haben sich in einer Videokonferenz mit Mehrheit für eine Fortsetzung des Wettbewerbs ausgesprochen. Dieser soll bis zum 30. Juni in Form eines Turniers beendet werden.

Die derzeitige Corona-Lage erlaubt trotz sinkender Inzidenzen noch keinen Trainings- oder Spielbetrieb in Mannschaftsstärke. Als letzte Möglichkeit der sportlichen Beendigung des Wettbewerbs bis zum 30. Juni bleibt nach Auffassung des BFV die Beantragung einer Sondergenehmigung bei den zuständigen Behörden, um ab 3. Juni wieder voll trainieren zu können. Zwischen dem 18. und 29. Juni sollen dann in nur elf Tagen die restlichen Runden vor dem Meldetermin für den DFB-Pokal am 1. Juli ausgetragen werden. Dies soll konzentriert auf einer oder zwei Sportanlagen in Turnierform ohne Zuschauer stattfinden.

Demnach würde die zweite Runde vom 18. bis 20. Juni und das Achtelfinale direkt im Anschluss vom 21. bis 24. Juni gespielt werden. Am 25. und 26. Juni würden dann die Viertelfinals folgen. Das Halbfinale wäre für den 27. Juni eingeplant. Nur zwei Tage später könnte dann das Finale ausgetragen werden.

Sollte die beantragte Sondergenehmigung nicht erteilt werden, haben sich die Clubs darauf verständigt, auf die weitere Austragung der Pokal-Partien zu verzichten. „Somit sind wir auch für den Fall gerüstet, dass eine sportliche Austragung nicht oder nicht vollständig zustande kommt“, so BFV-Funktionär Sebastian Störer. In diesem Fall, oder bei einem vorzeitigen Abbruch, würde die zu dem Zeitpunkt ranghöchste verbliebene Mannschaft im Wettbewerb als Bremer Teilnehmer für den DFB-Pokal gemeldet werden – dies wäre derzeit der Regionalligist FC Oberneuland.

Lars Behrens holt Heise-Brüder

Verstärkung für den TSV Melchiorshausen: Vom Lüneburger Bezirksligisten MTV Riede wechseln Kelvin-Eric und Kenneth-Eric Heise zum Team von Trainer Lars Behrens. Die Heise-Brüder, die beide für die Offensive vorgesehen sind, sind Söhne von Sven-Eric Heise, der viele Jahre lang für die Blau-Weißen gespielt hat.

Die Teams aus dem Kreis Diepholz sehen die Entscheidung des Verbandes nicht alle positiv. Trainer Lars Behrens vom Landesligisten TSV Melchiorshausen meint: „Das ist irgendwie schwer nachzuvollziehen, dass man mit Vollkontakt bald trainieren darf, es aber in Geschäften noch nötig ist, dass man diverse Auflagen erfüllen muss. Wenn eine Entscheidung gefallen ist, dass wir dann und dann starten dürfen, dann werde ich auch den Mannschaftsrat befragen, wie wir uns verhalten werden.“

Brinkums Trainer Mike Gabel will den Pokal unbedingt spielen.

Ganz anders beurteilt Trainer Mike Gabel vom Bremen-Ligisten Brinkumer SV die Lage: „Wir sind zu 100 Prozent froh, wenn wir wieder komplett trainieren und dann auch den Pokal spielen dürfen. Seit Donnerstag trainieren wir schon in den erlaubten Zehnergruppen.“ BSV-Manager Jörg Bender fügt noch hinzu: „Alle bei uns wollen in dieser Saison noch mal auf den Platz. Das ist auch ein echtes Ziel. Dafür lohnt sich dann auch das Training.“

Gar kein Fußballtraining macht derzeit Landesligist SC Weyhe. Trainer Simon Peters ist nicht überzeugt, dass der Pokal noch komplett ausgetragen wird: „Ich rechne eher nicht damit. Wenn wir aber spielen dürfen, dann sind wir auch dabei.“

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