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2:3 beim Bremer SV: Brinkumer SV kassiert den endgültigen Titel-Knockout

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Von: Felix Schlickmann

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Dennis Janssen und Oriyama Nao (am Boden)
Der Blick ins Leere sagt alles: Dennis Janssen (am Boden Oriyama Nao) und seine Brinkumer haben die letzte Titelchance am Freitag am Panzenberg verspielt. © Schlickmann

Aus und vorbei: Der Brinkumer SV hat seine letzte Chance auf die Meisterschaft in der Bremen-Liga am Freitagabend verspielt. Bei Tabellenführer Bremer SV setzte es eine 2:3-Niederlage.

Bremen – „Ach scheiße, Mann!“ Dennis Janssen brachte es ganz gut auf den Punkt. Das 2:3 (0:1) seines Brinkumer SV beim Bremer SV – es war die endgültige Entscheidung im Bremen-Liga-Titelrennen. Und doch wollte Benjamin Eta es am Freitagabend immer noch nicht aussprechen. „Die Gratulation zum Sieg nehme ich an“, sagte der Trainer der Bremer schelmisch grinsend – nicht aber die zur Meisterschaft. Sechs Punkte hat Etas Team nun Vorsprung, ein Nachholspiel haben die Fußballer in der Hinterhand und nur noch fünf Partien insgesamt zu absolvieren.

„Über 90 Minuten ist der Bremer SV verdienter Sieger und verdienter Meister“, stellte Brinkums Coach Mike Gabel zurecht fest. Der große Widersacher, er war – in der Begegnung wie über die ganze Saison – einfach einen Tick wacher, abgezockter, cooler, schlicht besser.

Spieler des Spiels: Lamine Diop

Am Montag im Spiel gegen den SV Werder Bremen III hatte der Bremer Goalgetter wegen Corona gefehlt, nun meldete er sich zurück und traf im Spitzenspiel doppelt.

Und das zeigten die Bremer auch im zweiten direkten Duell der beiden Meisterschaftsanwärter (5:3 im Hinspiel). Die wie von Gabel angekündigt etwas tiefer stehenden Gäste waren vor 500 Zuschauern am Panzenberg zwar fußballerisch auf der Höhe, die großen Chancen hatten aber die Platzherren. Torwart Felix Mindermann parierte die erste (7./Kopfball von Ikrami Olatunji) stark, gegen den Volleyschuss von Lamine Diop nach einem weiten Einwurf war er machtlos (30.). „Das ärgert mich“, seufzte Gabel hinterher: „Wir hatten eine klare Zuteilung.“

Ansonsten zeigte sich der Trainer mit der ersten Halbzeit aber einverstanden: „Ich fand uns spielerisch gefälliger.“ Seine Mannschaft habe sich nur „nicht belohnt“. Die Brinkumer blieben unter dem Strich einfach zu harmlos: Yassin Bekjars Schuss war zu unplatziert und kein Problem für Bremens Torwart Malte Seemann (31.). Omar Kujabi traf das Außennetz (44.). Und hinten verhinderte der für den am Sprunggelenk verletzten Eugen Uschpol eingewechselte Claas Bauer auf der Linie das 0:2 (45.+1).

Bremens Coach Eta: „Wenn wir jetzt nicht Meister werden, sind wir selbst schuld“

Auch Nicolai Gräpler musste zu Beginn der zweiten Hälfte mit einer ausgekugelten Schulter vom Platz, der Kapitän (Esin Demirkapi fehlte berufsbedingt) sah aber, dass seine Mitspieler mutiger wurden und höher pressten. Bekjars gefährlicher Abschluss wurde geblockt (57.), Seemann rettete in höchster Not nach einer scharfen Flanke von Ramien Safi gegen Oriyama Nao (63.).

Die Bremer konterten, und Diop traf nur die Latte (65.). Fünf Minuten später stand der Torjäger nach einem an Freund und Feind vorbeigesegelten Freistoß goldrichtig. „Das war passiv und nicht gut verteidigt“, ärgerte sich Gabel über den nächsten unnötigen Gegentreffer.

Nicolai Gräpler (rechts) und Alexander Arnhold
Brinkumer Pechvogel: Nicolai Gräpler (rechts) kugelte sich Ende der ersten Halbzeit die Schulter aus und konnte gegen Bremer SV um Alexander Arnhold nicht weiterspielen. © Schlickmann

Sein Team gab sich nicht auf, fing sich aber den nächsten Konter. Seemann machte den Ball schnell, Sebastian Kurkiewicz’ Verlagerung fand Sadrak Nankishi, und Mamadou Diop schob den Querpass ein (81.). Immerhin wurden die Gäste für ihren hohen Aufwand noch belohnt, die beiden Kopfballtore von Dennis Janssen (85./nach Allah-Aid-Hamid-Ecke) und Bauer (90.+3/nach Bowen-Wang-Freistoß) stellten das Spiel allerdings nicht mehr wirklich scharf.

„Die waren cooler vor dem Tor“, resümierte Gabel. Eta freute sich über den verdienten Sieg. „Es ist eigentlich alles so aufgegangen, wie wir uns das vorgenommen hatten. Wir haben mehr Chancen gehabt und wenig zugelassen“, befand der Bremer Trainer und meinte zur Tabellensituation: „Das ist ein super Vorsprung. Wenn wir jetzt nicht Meister werden, sind wir selbst schuld.“

Stenogramm

Bremer SV - Brinkumer SV 3:2 (1:0) - Brinkum: Mindermann - Gräpler (46. Niefer), Dalkiran, Uschpol (36. Bauer), Aid Hamid - Janssen, Li (74. Wang), Bekjar - Kujabi (66. Bicakci), Nao, Safi. Tore: 1:0 (30.) L. Diop, 2:0 (70.) L. Diop, 3:0 (81.) M. Diop, 3:1 (85.) Janssen, 3:2 (90.+3) Bauer. Schiedsrichter: Tobias Manasco (Neurönnebecker TV).

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