Bremen-Ligist holt sich vor 600 Zuschauern mit 4:1-Sieg gegen Brinkum den „Württemberg-Cup“

Bremer SV mit dem sechsten Streich

Ristedt - Von Gerd TöbelmannIrgendwie ist es langweilig. Immer, wenn der Bremer SV beim Ristedter Fußball-Turnier um den „Württemberg-Cup“ antritt, dann gewinnt das Team aus dem Bremer Westen auch. Bei der 13. Auflage war das gestern nicht anders, denn das Team von Trainer Klaus Gelsdorf setzte sich im Finale vor 600 Zuschauern mit 4:1 (3:0) gegen den Bremen-Liga-Konkurrenten Brinkumer SV durch. Als Lohn gab’s nun schon zum sechsten Mal einen großen Pokal und 500 Euro für die Teamkasse.

Platz drei (6:4 nach Elfmeterschießen gegen den TV Stuhr) ging an den Turnier-Debütanten TuS Sulingen.

Finale: Bremer SV - Brinkumer SV 4:1 (3:0): „Wir waren mit dem Anspruch angereist, das Ding zu gewinnen. Schön, dass das geklappt hat“, meinte Bremens Trainer Klaus Gelsdorf.

Der Titelverteidiger, der unbedingt Bremen-Liga-Meister werden will, legte unter der Leitung des Bremer Bundesliga-Schiris Peter Gagelmann unglaublich konzentriert und druckvoll los. Bereits in der zwölften Minute versenkte der Ex-Brinkumer Storven Schlicker eine Linksflanke zum 1:0 der Bremer. Und es kam noch besser: Stürmer Mirko Jankowski nutzte einen Fehler von Brinkums Keeper Niklas Frank und staubte in der 28. Minute zum 2:0 ab. Nur sechs Minuten später machte Schlicker mit seinem zweiten Treffer schon fast alles klar.

Es spricht allerdings für die jungen Brinkumer, dass sie sich nicht (wie zuvor Melchiorshausen beim 0:7) auseinderrupfen ließen. Im Gegenteil: Andreas Tschongarow erzielte in der 67. Minute das verdiente Ehrentor zum 1:3 aus Brinkumer Sicht. Dann aber war wieder der Turniersieger dran, denn Dragan Muharemi setzte mit dem 4:1 (89.) den Schlusspunkt.

Spiel um Platz drei: TuS Sulingen - TV Stuhr n.E. 6:4 (2:2): Mit der eigentlichen Spielanlage seines Teams war Sulingens Trainer Walter Brinkmann, der auch schon mal mit Twistringen am Ristedter Turnier teilgenommen hatte, sehr zufrieden: „Das war alles in Ordnung. Wir haben den Gegner fast ständig unter Druck gesetzt.“ Was Brinkmann allerdings gar nicht gefiel, war die Konzentration seiner Truppe am Ende einer jeden Halbzeit. Und der TuS-Coach wurde deutlich: „Wie im Kindergarten. So geht es nicht.“

Thorolf Meyer hatte den Südkreis-Bezirksligisten mit 1:0 (33.) in Führung gebracht, doch Sekunden vor der Pause glich Roland Göde zum 1:1 aus. „Psychologisch kein schlechter Zeitpunkt“, freute sich Stuhrs Trainer Christian Meyer.

Die zweite Halbzeit war ein Abziehbild der ersten: Sulingen dominierte und ging durch Philipp Meier nach Solo von Kapitän Dennis Neumann mit 2:1 (51.) in Führung. Aber das reichte wieder nicht, denn unmittelbar vor dem Ende glich Fynn Rusche zum 2:2 aus. Am Ende konnte sich Sulingen aber bei Tim Bösche für Platz drei bedanken, denn der Keeper parierte den Elfer von Tobias Peters. Alle anderen Schützen hatte zuvor mehr oder weniger klar ihre Strafstöße verwandelt.

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