Bundesliga-Schützen der „Gilde“ landen Siege gegen Kriftel und Berlin / Coup durch Pierre Michel

Bremer: „Berlin eine Reise wert“

Gilde-Schütze Pierre Michel sorgte gestern für die Sensation schlechthin: Mit einem furiosen Schlussspurt erreichte er das Stechen und schlug dort Ex-Olympiasieger Uwe Potteck.

Kreis-Diepholz - BASSUM/BERLIN (töb) · Die gestrige Rückfahrt aus Berlin wird den Bundesliga-Luftpistolen-Schützen der SSGi Bremen-Bassum wie im Flug vorgekommen sein. Grund: Die „Gilde“ legte einen Start nach Maß hin und gewann zum Saisonstart die Partien gegen Kriftel mit 3:2 und Gastgeber Olympia Berlin mit 4:1. „Berlin war damit allemal eine Reise wert“, strahlte auch Sportleiter Thomas Bremer mit der Herbstsonne um die Wette. Damit haben die Bassumer einen großen Schritt getan, um ihr Minimalziel DM-Viertelfinale zu erreichen.

SSGi Bremen-Bassum - SV 1935 Kriftel 3:2: Wie wertvoll der Sieg am Samstag war, zeigte sich erst gestern. Liga-Topfavorit Broistedt tat sich auch sehr schwer und setzte sich erst nach großem Kampf mit 3:2 durch.

Und auch die Bassumer mussten gehörig beißen. Ex-Olympiasieger Michael Nestruev holte gegen Slawomira Szpek hohe Rückstände auf und gewann das Top-Duell knapp mit 379:378 Ringen. Da Artur Gevorgjan und Sascha Sandmann ihre Partien in den Sand setzten, musste die Gilde auf den hinteren Positionen mobil machen. Dies klappte aber ganz ausgezeichnet, denn Antje Nöske (372:368) und Günter Hettig (378:363) beherrschten ihre Gegner ganz klar, so dass der Samstagabend mit dem 3:2-Gesamtsieg gerettet war.

SSGi Bremen-Bassum - Olympia Berlin 4:1: Am Tag danach sollte es noch besser laufen. Die Gilde musste zwar auf Günter Hettig (privat verhindert) verzichten, doch dafür zog Trainer Artur Gevorgjan in Pierre Michel ein echtes Ass aus dem Ärmel. Michel lieferte an Position vier gegen Ex-Olympiasieger Uwe Potteck den Wettkampf seines Lebens. „Dass er das Ding noch gewonnen hat, ist unglaublich“, freute sich auch Bremer.

Michel lag eigentlich aussichtslos im Hintertreffen, bewies dann jedoch stählerne Nerven. Bassums Nummer vier musste aus den letzten fünf Schuss die maximal möglichen 50 Ringe holen, um zumindest noch das Stechen zu erreichen. Und Michel schaffte das Kunststück – und hatte danach auch im Stechen sein Pulver noch nicht verschossen. Der erste Extraschuss wies eine „9“ für beide Kontrahenten auf. Der zweite Stech-Schuss sah dann den Bassumer mit 10:8 vorn.

Michels Kollegen konnten das hohe Niveau halten. Michael Nestruev holte erneut große Rückstande auf und schlug den Polen Wojciech Knapik knapp mit 383:382. Artur Gevorgjan zeigte sich klar verbessert, erzielte 380 Ringe und holte damit den zweiten Punkt. An Nummer fünf war Antje Nöske (wie schon am Tag zuvor) erneut eine Punkte-Bank. Lediglich Sascha Sandmann zog mit 376:377 den Kürzeren. Doch das konnte die Bassumer Freude gestern nicht trüben.

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