Bremens Ass startet mit Nationalmannschaft bei WM und hofft auf Olympia-Nominierung

Steger träumt von Medaille

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Bastian Steger hat sich mit der deutschen Nationalmannschaft für die Team-Weltmeisterschaft einiges vorgenommen.

Bremen - Von Carsten Drösemeyer. Keine Frage, auch mit 34 Lenzen zählt Bastian Steger vom Tischtennis-Bundesligisten SV Werder Bremen zu den Besten seines Fachs. So ruhen neben Ausnahmekönner Timo Boll auch auf Steger die Hoffnungen, um die deutsche Nationalmannschaft bei der anstehenden Team-Weltmeisterschaft in Malaysia zu einer Medaille zu führen. Grund genug für diese Zeitung, den sympathischen Bremer Spitzenspieler kurz vor der WM noch einmal ausführlich zu befragen.

Herr Steger, mit welchen Gefühlen gehen Sie in Ihre fünfte Mannschafts-WM? Ist es immer noch etwas Besonderes? Oder stellt sich mittlerweile schon die Normalität ein?

Bastian Steger: Es ist immer noch etwas sehr Besonderes für mich. Auch wenn ich jetzt in meine fünfte Team-WM und in die elfte WM insgesamt gehe. Das Gefühl hat sich nicht geändert.

Welche Zielsetzung ist nach dem Ausfall von Dimitrij Ovtcharov realistisch? Ist weiterhin eine Medaille möglich?

Steger: Es ist natürlich sehr schade, dass wir auf Dima verzichten müssen. Aber auch ohne ihn haben wir noch eine starke Mannschaft, mit der wir eine Medaille gewinnen können. Das bleibt unser Ziel.

In der Bundesliga kommen Sie momentan auf überragende 17:5-Siege. Fühlen Sie sich derzeit auch als unangefochtene Nummer zwei?

Steger: Ich bin derzeit wirklich in einer sehr guten Verfassung und denke, dass ich der Mannschaft mit meiner Erfahrung helfen kann. Dazu gilt es sich zu beweisen, um dann hoffentlich in der K.o.-Phase eingesetzt zu werden.

Nach der WM folgen noch die Olympischen Spiele in Rio. Rechnen Sie auch dort mit Einsätzen?

Steger: Das ist mein ganz großes Ziel. Natürlich hoffe ich auf eine Nominierung und Einsätze.

Wie vor vier Jahren in London, als Sie mit der Mannschaft die Bronze-Medaille erkämpften. Ist eine solche Wiederholung möglich?

Steger: Das wäre schon mein Traum. Erstmal nach Rio zu fahren und dann erneut mit Edelmetall zurückzukommen. Aber das ist noch ein weiter Weg.

Könnten die Olympischen Spiele auch gleichzeitig das Ende Ihrer Nationalmannschafts-Karriere darstellen, um auf dem Höhepunkt abzutreten?

Steger: Nein, dafür fühle ich mich noch viel zu gut, um danach schon Schluss zu machen.

Ihr Körper spürt die unzähligen Tischtennis-Schlachten also noch nicht?

Steger: Bisher nicht. Und wenn der Körper genauso gut wie bisher mitmacht, dann kann es noch einige Jahre weitergehen.

In Bremen geht es ja in jedem Fall eine Saison weiter. Was hat den Ausschlag gegeben, Ihren Vertrag um ein Jahr zu verlängern?

Steger: Wir waren uns sehr schnell einig, weil die Zusammenarbeit optimal funktioniert und wir uns alle im Team sehr gut verstehen. Zudem kann ich mich voll auf unseren Trainer Cristian Tamas verlassen, der sich sehr viele Videos anschaut und uns so perfekt auf die Spiele einstellt. In Bremen herrschen einfach sehr gute Bedingungen.

Was sind die Ziele mit Werder in der laufenden Saison? Vielleicht der Gewinn des ETTU-Cups?

Steger: Das wäre natürlich eine tolle Sache, mit Bremen einen internationalen Titel zu gewinnen. Aber erst einmal müssen wir dafür im Halbfinale das französische Team Vaillante Sports Angers TT ausschalten. Ein Schritt nach dem anderen.

Und was ist in der kommenden Serie möglich?

Steger: Da wollen wir unbedingt mal wieder in die Playoffs einziehen, was uns dieses Jahr wohl leider nicht mehr gelingen wird. Aber nächste Saison greifen wir erneut an.

Abschließende Frage: Es scheint so, als ob der Bayer im kühlen Norden heimisch geworden ist.

Steger (schmunzelt): Ja, das stimmt. Ich komme in Bremen mit den Leuten sehr gut klar, die ja auch alle unglaublich nett und offen sind.

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