Für Neele Eckhardt zählt morgen ab 18.00 Uhr nur der DM-Titel im Dreisprung

Braunschweig ist das „Mini-Tokio“

Dieses Lächeln wünscht sich Dreispringerin Neele Eckhardt auch am Samstagabend in Braunschweig.
+
Dieses Lächeln wünscht sich Dreispringerin Neele Eckhardt auch am Samstagabend in Braunschweig.

Göttingen – „Komisch wird das schon“, sagt Neele Eckhardt. Die Dreispringerin der LG Göttingen, die in den ersten Jahren ihrer Karriere das „Handwerk“ bei Ute Schröder in Asendorf gelernt hat, meint damit nicht einmal den Austragungsort der Deutschen Leichtathletik Meisterschaften: „Wenn ich mir es so recht überlege, bin ich noch nie in Braunschweig gestartet. Eigentlich unglaublich, weil das ja von Göttingen nicht so weit weg ist.“ Was die 28-Jährige viel mehr mit „komisch“ meint, ist die Tatsache, dass im Eintracht-Stadion keine Zuschauer zugelassen sind: „Das wird eine ganz neue Erfahrung sein, wenn man quasi jeden Schritt bis zum Absprung und dann den Absprung selbst lauter hört als sonst.“

Aber sie wird es meistern, wenn am Samstag ab 18.00 Uhr zehn Starterinnen ihren „Geister-Wettkampf“ aufnehmen. Eigentlich sollte im August Olympia in Tokio über die Bühne gehen – mit Eckhardt im National-Trikot. Die Verschiebung auf 2021 hat Eckhardt mittlerweile verdaut: „Ich habe mich mit der Absage arrangiert – das war wegen der Coronakrise die richtige Entscheidung.“

Jetzt soll Braunschweig quasi das „Mini-Tokio“ für die Deutsche Meisterin von 2018 in Nürnberg (damals 14,21 Meter) werden: „Klar möchte ich mit dem Titel nach Hause fahren. Braunschweig ist jetzt mein Saison-Highlight. Und da würde ich schon gern 14 Meter springen.“

Die Vorbereitung darauf fiel eher etwas verhalten aus. „So richtig bin ich bei den vergangenen Wettkämpfen nach den Corona-Lockerungen noch nicht in Tritt gekommen“, erklärt die Athletin von Trainer Frank Reinhardt. Die Dreispringerin nahm bei Wettkämpfen in Hannover, Essen und Osterode am Harz teil, konnte die magischen 14 Meter bei ihren Siegen aber nicht knacken. Als Bestweite 2020 stehen 13,80 Meter (in Osterode) zu Buche. Mit einer Weite von 14,16 Metern, gesprungen vor gut einem Jahr in Hannover, nimmt Eckhardt im für die DM-Quali maßgeblichen Ranking Platz eins ein. Und sie hat gute Chancen, am Ende der sechs Sprünge ganz oben auf dem Treppchen zu stehen. Grund: Ihre Dauer-Rivalin Kristin Gierisch hat ihre Saison nach einer Handgelenks-OP bereits beendet und denkt schon jetzt an Tokio.

Auch für Eckhardt neigt sich die Saison dem Ende entgegen: „Vielleicht hätte ich noch Startplätze bei größeren Meetings in Monaco oder in Finnland bekommen können, aber das ist mir wegen der An- und Abreise alles zu unsicher. Für mich ist Braunschweig mein letzter Freiluft-Wettkampf in diesem Jahr.“

Von Gerd Töbelmann

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Erste Warnstreiks im öffentlichen Dienst begonnen

Erste Warnstreiks im öffentlichen Dienst begonnen

Budosportler zeigen ihr Können

Budosportler zeigen ihr Können

Tausende Tote, zweiter Lockdown: Corona-Hotspots weltweit

Tausende Tote, zweiter Lockdown: Corona-Hotspots weltweit

Das große Sommergewinnspiel: Alle Fotos

Das große Sommergewinnspiel: Alle Fotos

Meistgelesene Artikel

Fröhling bereits operiert

Fröhling bereits operiert

Fröhling bereits operiert
Barnstorf fertigt Dickel mit 5:0 ab

Barnstorf fertigt Dickel mit 5:0 ab

Barnstorf fertigt Dickel mit 5:0 ab
Zwiespältige Melchiorshauser Gefühle

Zwiespältige Melchiorshauser Gefühle

Zwiespältige Melchiorshauser Gefühle

Kommentare