Deutschlands Tischtennis-Ausnahmespieler im Interview / „Bin völlig schmerzfrei“

Boll: „Ich komme wirklich immer gerne nach Bremen“

Kreis-Diepholz - Von Carsten DrösemeyerBREMEN · Dieser Mann ist schon ein Phänomen. Erst „vermöbelte“ Timo Boll am Tisch seine beiden bedauernswerten Kontrahenten Adrian Dodean und Jens Lundquist vom Bundesligisten SV Werder Bremen im Viertelfinale des Deutschen Tischtennis-Pokals (siehe Text rechts), anschließend stellte sich das Ass von Borussia Düsseldorf geduldig den zahlreichen Autogrammwünschen, und danach fand er sogar noch Zeit, einige Fragen für unsere Zeitung zu beantworten. Und dies alles in freundlicher, höflicher Art und Weise. Ein echter Star zum Anfassen eben.

?Herr Boll, wie tief saß der Stachel, nachdem Sie vergangenes Jahr im Halbfinale von Werder aus dem Pokal gekegelt wurden?

!Schon ziemlich tief. Das wollten wir heute unbedingt wieder gerade bügeln.

?So waren Sie heute noch mehr motiviert als sonst?

!(schmunzelt) Das kann man so sagen – zumal wir um die Schwere der Aufgabe wussten. Werder ist schließlich so etwas wie unserer Angstgegner.

?Und dieser Angstgegner ging sogar mit 1:0 in Führung...

!Ja, es fing alles andere als gut an. Eigentlich hatten wir auf einen Sieg von Kishi (Seiya Kishikawa) gehofft. Aber Jens Lundquist hat auch wirklich stark gespielt. Zum Glück haben wir uns danach gefangen.

?Woran Sie erheblichen Anteil hatten. Wie zufrieden waren Sie mit Ihrer Leistung?

!Ich bin sehr zufrieden. In beiden Einzeln habe ich mich gut bewegt und wenig zugelassen.

?Wobei Sie im ersten Einzel von Adrian Dodean kaum gefordert worden...

!Stimmt schon. Aber auch so ein Spiel muss man mit dem nötigen Respekt angehen und gewinnen.

?Auch in der zweiten Partie gegen Jens Lundquist wirkte es so, als ob Sie jederzeit noch hätten zulegen können. Täuscht der Eindruck?

!Ich denke, ich hatte heute immer die passende Antwort. Dieser hohe Level war aber auch nötig, um Jens zu schlagen. Ich kann mich nämlich noch gut an eine Niederlage bei den Kuwait Open gegen ihn erinnern. Damals hatte ich keinerlei Chance und war deshalb gewarnt.

?Zuletzt hatten Sie ja immer wieder Verletzungsprobleme. Wie ist es derzeit um Ihre körperliche Fitness bestellt?

!Ich bin völlig schmerzfrei. Das ist natürlich die Basis, um Topleistungen abliefern zu können.

?Letzte Frage. Bremen scheint ein gutes Pflaster für Sie zu sein, wenn man an Ihre Gala bei den jüngsten German Open oder die Vizeweltmeisterschaft mit der Mannschaft zurückdenkt.

!(lächelt) Ich komme wirklich immer gerne nach Bremen. Die Atmosphäre ist toll, und sportlich lief es hier für mich auch stets gut. Was will ich mehr?

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