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Böschen belässt es beim Doppelpack

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Von: Cord Krüger

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Danke, Sören! Dennis Böschen (M.) herzt nach seinem Tor zum Vilser 5:0 Vorbereiter Sören Schweers (r.). Sulingens Ahmad Ataya (l.) hat genug gesehen.
Danke, Sören! Dennis Böschen (M.) herzt nach seinem Tor zum Vilser 5:0 Vorbereiter Sören Schweers (r.). Sulingens Ahmad Ataya (l.) hat genug gesehen. © Krüger

Rumpfkader des TuS Sulingen II hält in Vilsen halbe Stunde mit – 0:5

Bruchhausen-Vilsen – Omran Safi lag noch lädiert hinter der Torauslinie, Luca Feßner bekam am Mittelkreis sogleich die nächste Behandlung – dann hatte Schiedsrichter Patrick Herbach ein Einsehen mit dem arg gerupften TuS Sulingen II und pfiff pünktlich ab. Ehe die 0:5 (0:3)-Niederlage der Mannschaft von Tim Bösche im Abstiegsrunden-Duell beim SV Bruchhausen-Vilsen feststand, hatte der TuS-Trainer schon viermal verletzungsbedingt wechseln müssen.

„Und das ist bei unserem krass gebeutelten Kader zu viel“, brachte es Bösche auf den Punkt. Umso höher rechnete er seinen Fußballern an, wie sie sich in der ersten halben Stunde beim Zweiten der Staffel B1 gewehrt hatten: „Da waren wir besser im Spiel.“ Dafür ärgerten ihn die ersten beiden und fast identischen Tore jeweils nach einer Ecke. „Die dürfen so einfach nicht passieren. Aber wir machen jetzt weiter – und ich stehe weiter vor und hinter meinem Team“, gab sich Bösche kämpferisch.

Sein Vilser Kollege Torsten Klein bezeichnete das 5:0 als „Pflichtsieg – ohne den Gegner damit aber abwehrten zu wollen. Wir haben Sulingens Schwächen rechtzeitig erkannt und hätten vielleicht noch das eine oder andere Tor mehr schießen können.“

Bei den Gästen fand sich der an die Sule zurückgekehrte Torhüter Yanik Klenke tatsächlich in der Startelf wieder – allerdings als Innenverteidiger. Auch er hatte seinen Anteil daran, dass der TuS die Anfangsphase offen gestaltete. Die Landesliga-Reserve kam auch zunächst öfter vors Tor, holte ein 3:0-Eckenverhältnis heraus – und nach elf Minuten gab Ahmad Ataya den ersten Torschuss der Partie ab (gehalten von SV-Schlussmann Bennet Knake). Broksens erste Chance datierte aus Minute 20, als Sulingens Torwart Milano Hoßfeld einen Kopfball von Mathis Mann aus kurzer Distanz hielt. Kurz darauf war für Interims-Innenverteidiger Klenke wegen Atemnot und Schwindel Schluss.

Die Platzherren fanden nun vorn öfter die Lücken und belohnten sich: Eine Ecke von Mathis Wohlers bekam der TuS nicht aus dem Fünfer, Justus Wicke stocherte die Kugel mit der Hacke zum 1:0 über die Linie (35.). „Das war für uns der Dosenöffner“, urteilte Klein. Zwei Minuten später fast die gleiche Szene: Ecke von Wohlers, Florian Wacker köpfte von außen zurück in den Torraum – und diesmal setzte sich Dennis Böschen per Kopf wuchtig zum 2:0 durch. „Eigentlich ist Dennis ja inzwischen für die Innenverteidigung vorgesehen, aber er hat ja schon in Münchehagen zwei Buden gemacht. Das zeigt, welche Qualität er da vorn hat. Aber heute hätte er noch öfter treffen können“, meinte Klein.

Doch Hoßfeld parierte stark gegen den 34-Jährigen (40.), der kurz darauf aus sechs Metern knapp drüber zielte (44.). Nichts zu halten hatte Hoßfeld beim Flugkopfball seines Kapitäns Danny Stöver, der eine Flanke von Jakob Warnke in den eigenen Maschen versenkte (45.). Bitter für den Linksverteidiger, der bis dato hinten mächtig abgeräumt hatte.

Nach dem Wiederanpfiff wehrte sich der TuS zunächst wieder wacker. Doch dann foulte Roman Evdokimov unabsichtlich Böschen, Jan-Christoph Kornau verwandelte den fälligen Elfmeter sicher zum 4:0 (58.). Nun war der TuS stehend k.o., Hoßfeld verhinderte bei einem Kornau-Kopfball das 0:5 (71.). Das besorgte dann doch noch Dennis Böschen: Der eingewechselte Sören Schweers setzte sich auf halbrechts dynamisch durch und bediente den fast auf der Torlinie lauernden Routinier zum 5:0 (87.). Heftiger wurde es für Sulingen nicht – auch weil Vilsen zwischendurch einen Gang zurückgeschaltet hatte. „Schließlich sind auch wir heute nicht in Bestbesetzung angetreten“, erinnerte Klein unter anderem an den Ausfall von Gerrit Jüttner.

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