Keeper rettet TuS Sulingen in den Schlussminuten das Double / Brinkmann lobt starken TSV Barsinghausen

Bösche hält den Pokalsieg fest – 4:3

Da ist das Ding: Die Fußballer des TuS Sulingen feiern den Bezirkspokalsieg. ·
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Da ist das Ding: Die Fußballer des TuS Sulingen feiern den Bezirkspokalsieg. ·

Sulingen - Von Arne FlüggeTim Bösche durfte als Erster ran. Der Torwart von Fußball-Bezirksligist TuS Sulingen hatte sich den großen Schluck aus dem Bierglas verdient. Denn in einem packenden Bezirkspokalfinale rettete Bösche seiner Mannschaft gestern in den Schlussminuten mit zwei tollen Paraden den 4:3 (3:2)-Sieg gegen Bezirksligist TSV Barsinghausen – und damit das Double.

„Du denkst nicht nach, schmeißt dich einfach davor und versuchst, das Ding noch zu halten“, berichtete der glückliche Matchwinner später. In der Nachspielzeit war der TSV Barsinghausen noch drauf und dran, den Ausgleich zu erzielen, doch zum einen klärte Bösche gegen Jannes Wittkohl überragend (90.+2), dann rettete er auch noch gegen Dennis Mehrkens (90.+3). „Da ging das Adrenalin noch einmal hoch“, pustete TuS-Trainer Walter Brinkmann später ganz tief durch: „Wir können uns bei Tim bedanken, dass wir das Ding noch über die Bühne gebracht haben.“

Vor 750 Zuschauern im Sulinger Sportpark entwickelte sich von Beginn an ein packendes Finale, in dem sich Barsinghausen als absolut ebenbürtig erwies. „Ich muss zugeben, dass ich sie nicht so stark eingeschätzt habe“, räumte Brinkmann ein. Und bereits nach fünf Minuten lag Sulingen zurück: Mehrkens hielt nach einer Hereingabe von Marcel Dunsing den Fuß hin – 1:0.

Doch Sulingen antwortete prompt: Mehmet Koc glich zum 1:1 aus (12.), Dennis Neumann gelang mit einem Linksschuss die 2:1-Führung (16.), die Thorolf Meyer sogar auf 3:1 (28.) ausbaute. „Ich habe im Halbfinale so viel verballert. Einen musste ich heute machen“, grinste „Toto“ später. Auch Brinkmann war zufrieden: „Wir haben nach dem Rückstand eine starke Reaktion gezeigt.“ Doch Barsinghausen ließ nicht locker. Dunsing hämmerte einen Freistoß zum 2:3 in den Winkel (32.). „Wir leben noch“, jubelte TSV-Torwart Fabian Gutzeit.

Nach dem Wechsel hatte der TuS Sulingen große Probleme. In der Defensive waren die Gastgeber ungewohnt anfällig, nach vorn wurde zu wenig Fußball gespielt. „Wir haben das Spiel nicht mehr kontrolliert“, meinte Brinkmann. Auch die „fantastische Torquote“ (Brinkmann) der ersten Halbzeit war wie weggeblasen. Rajann Leymann (58.) und Mehmet Koc (69.) vergaben die besten Möglichkeiten. Auf der anderen Seite verhinderte Bösche gegen Thorsten Gräler den Ausgleich (61.).

Das Spiel stand auf des Messers Schneide. Selbst nachdem Sören Sandmann mit einem feinen Heber das 4:2 (74.) erzielte, kam keine Ruhe ins Sulinger Spiel. „Ich habe gedacht, jetzt sind wir durch. Doch wir sind noch mal ins Schleudern geraten“, meinte Thorolf Meyer. Denn Barsinghausen ließ sich auch von diesem Rückschlag nicht entmutigen – und belohnte sich in der 89. Minute durch Jan-Lauritz Gröss mit dem Tor zum 3:4. Es war der Auftakt einer turbulente Schlussphase, in der Hassan Ibrahim völlig freistehend die Entscheidung vergab (90.+1), auf der anderen Seite Bösche mit seinen Glanzparaden den Sieg festhielt.

Und als das große Zittern dann beendet war, gab’s beim TuS Sulingen kein Halten mehr. „Heute lassen wir es richtig krachen“, versprach Coach Brinkmann, der mit dem frustrierten Gegner litt: „Es war von Barsinghausen eine beeindruckende Leistung.“

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