22:36 – Brinkum chancenlos in Varel, aber Engelmann poltert nicht los

Bloß schnell „wegwischen“

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Elf Tore, aber trotzdem keine gute Leistung: Brinkums Nicolas Karnick (Bild) traf laut Trainer Sven Engelmann „einige Fehlentscheidungen“. ·

Brinkum - Er hätte zetern, hadern oder schimpfen, seine Mannschaft an den Pranger stellen können. Doch Sven Engelmann bewahrte Contenance. Nach der 22:36 (7:18)-Abreibung bei der HSG Varel-Friesland II breitete der Trainer des Handball-Verbandsligisten FTSV Jahn Brinkum sogar schützend seine großen Hände über seinem Team aus. „Natürlich hat es mich geärgert, aber ich werde hier keine negative Stimmung machen. Wenn es jemandem gelingt, so etwas zu verdauen und wieder aufzustehen, dann meiner Mannschaft.“

Bemerkenswerte Worte nach einer Partie, die für Brinkum der reinste Alptraum war. Nach zehn Minuten hatte Varel bereits sieben Mal getroffen – die Gäste noch gar nicht. „Wir haben uns durch deren 3:2:1-Deckung den Schneid abkaufen lassen und kein Mittel gefunden. Vorne waren wir zu langsam, zu ausrechenbar, hatten keine Überraschungsmomente im Spiel“, analysierte Engelmann. Sein Team warf dann zwar noch einige Tore, lag allerdings zur Pause schon hoch mit 7:18 im Hintertreffen.

Der zweite Durchgang war dann etwas erträglicher, aber immer noch nicht gut. Die Fortschritte, die Engelmann vorher eingefordert hatte, sah er nicht. Stattdessen stand am Ende eine mehr als deutliche Niederlage, schon die sechste in diesem Jahr (bei nur einem Sieg). Wenig verwunderlich, dass der Brinkumer Coach keinen seiner Spieler hervorheben konnte und wollte – nicht mal den elffachen Torschützen Nicolas Karnick. „Auch er hat einige Fehlentscheidungen getroffen. Das gesamte Team hat unterm Durchschnitt gespielt“, meinte Engelmann, der trotz der klaren Pleite schon nach vorne schaut: „Solche Niederlagen kann man wegwischen – und das müssen wir auch. Wir müssen die Selbstzweifel besiegen und an uns glauben.“ · mr

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