Bremer SV setzt sich knapp durch

Bitteres Pokal-Aus für Brinkum in einem rassigen Spiel – 1:2

Brinkums Tom Trebin musste gestern Abend mit seiner Mannschaft eine unglücklich 1:2-Niederlage hinnehmen. - Foto: Töbelmann

Brinkum - Von Arne Flügge. Es war ein packender Fight, intensiv, mit leidenschaftlich geführten Zweikämpfen, hohem Tempo, vielen Torraumszenen und Spannung bis zum Abpfiff – doch am Ende stand Fußball-Bremen-Ligist Brinkumer SV gestern Abend mit leeren Händen da: In der dritten Runde des Bremer Pokals unterlag die Mannschaft von Trainer Kristian Arambasic dem Ligaprimus und Titelverteidiger Bremer SV mit 1:2 (0:1).

„Schade, dass sich die Jungs nicht für ihre tolle Leistung belohnt haben“, seufzte Arambasic: „Leider hat uns in der Schlussphase bei einigen Aktionen auch ein wenig das Glück gefehlt, um noch ins Elfmeterschießen zu kommen.“ Der Coach räumte aber auch ein, dass der knappe Sieg des Favoriten nicht unverdient sei: „In entscheidenden Situationen haben sie die Cleverness, die meiner jungen Truppe noch fehlt.“

In einer Partie, die von kräftigem Wind und Dauerregen begleitet wurde, gaben beide Mannschaften vor rund 200 Zuschauern auf dem Brinkumer Kunstrasenplatz von Beginn an Vollgas, und schon in der Anfangsviertelstunde kam es hüben wie drüben jeweils zu zwei aussichtsreichen Torabschlüssen. 

In der 20. Minute ging der Bremer SV dann mit 1:0 in Führung, als die Kugel zu Philipp-Bruno Rockahr durchgesteckt wurde, der Brinkums Keeper Niklas Frank am kurzen Eck tunnelte. „In neun von zehn Fällen hält Niklas so einen Ball“, meinte Arambasic, der seinem Keeper aber nicht böse war: „Schließlich hat er uns kurz darauf zweimal den Arsch gerettet.“ So entschärfte Frank innerhalb von Sekunden zwei Schüsse von Sebastian Kurkiewicz (22.).

Brinkum stand insgesamt zwar defensiv gut, hatte aber nach vorn hin erst in der 42. Minute wieder eine Möglichkeit. Der für den verletzten Saimir Dikollari eingewechselte Dennis Krefta prüfte Malte Seemann aus halbrechter Position, Bremens Keeper ließ den Ball nach vorn abklatschten, doch kein Brinkumer war nachgerückt, um den Abstauber zu verwerten.

Nach dem Wechsel zeigten die fußballerisch hochgelobten Bremer nur noch wenig von ihrer spielerischen Klasse. Das Zeichen für Brinkum, jetzt über noch mehr Kampf das Heft an sich zu reißen. „Hey, hier geht was, Jungs. Pusht Euch“, rief Arambasic ins Feld. Und Brinkum kam, hatte mehr vom Spiel, aber zunächst Probleme, sich final bis in die Box durchzuspielen und dort für Torgefahr zu sorgen.

Und zudem ist da ja auf der Gegenseite noch ein Trainerfuchs namens Klaus Gelsdorf. Der BSV-Coach wechselte Christian Schwarz und Alexander Arnhold ein. Und kurz darauf sorgten die beiden Bremer Joker für die 2:0-Führung der Gäste. Schwarz bediente Arnhold, Inouss Bourai Toure fälschte dessen Schuss noch leicht ab, und schon senkte sich die Kugel hinter Frank ins Tor (72.).

Doch Brinkum gab nicht auf, warf jetzt alles nach vorn und verkürzte nur drei Minuten später durch Marcel Brendel auf 1:2 (75.). Der Beginn einer turbulenten Schlussviertelstunde, in der die Gastgeber noch auf Dreierkette umstellten und alles nach vorn warfen, am Ende aber nicht den Lohn einfuhren.

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