Bitteres Aus nach zwei Blackouts

Bremer Pokal: Melchiorshausen verliert gegen BSC Hastedt unverdient mit 1:2

Vor allem vor der Pause war Melchiorshausens Routinier Jan Schmötzer (l.) Dreh- und Angelpunkt im Mittelfeld.

Wenn der Gewinner (in diesem Fall Hastedts Doppeltorschütze Kai Schmidt) davon spricht, „dass mir heute zwei Geschenke gemacht wurden“, und wenn Melchiorshausens Lucas Kracke davon redet, „dass Hastedt heute sehr anfällig war“, dann zeigt das, dass am Dienstagabend ein Pokalmatch auf Augenhöhe stattfand. Dabei zog Landesligist TSV Melchiorshausen in der zweiten Bremer Pokalrunde den Kürzeren und schied durch ein 1:2 (0:1) auf eigenem Platz gegen den Bremen-Ligisten BSC Hastedt aus.

Melchiorshausen - Es war keineswegs das Spiel David gegen Goliath, das einige vielleicht erwartet hatten. Spielerisch konnten die Gastgeber mehr als nur mithalten, hatten in der Offensive sogar viel mehr Ballbesitz als die Bremer. „Aber leider ist der letzte Pass viel zu oft nicht gekommen“, meinte Melchiorshausens Trainer Lars Behrens, der sein Team nach dem Abpfiff aber dennoch lobte: „Ich habe den Jungs nichts vorzuwerfen. Kräftemäßig waren wir sogar besser drauf. Ach ja: Leider hatten wir zwei Aussetzer.“

Und diese kosteten den Underdog letztlich das Weiterkommen. In der 18. Minute verlor Innenverteidiger Marvin Nienstermann die Kugel im Spielaufbau gegen Hastedts Kai Schmidt. Der BSC-Angreifer lief noch einige Meter und traf mit überlegtem Schuss zum 1:0.

Nach einer Stunde nahm sich dann Melchiorshausens Keeper Sascha Kleemann, der ansonsten eine ganz starke Partie ablieferte, seinen Blackout. „Teddy“ wollte im eigenen Strafraum den Rastelli geben, was aber voll in die Hose ging. Wieder war Schmidt der Nutznießer. Er schnappte sich den Ball und schoss zum 2:0 ins leere Tor. Die beste Chance der Gastgeber hatte sich bis dahin Kevin Niensterman geboten, der mit seinem Kopfball aber an BSC-Torwart Marcel Pfaar scheiterte.

Auch nach dem 0:2 hätte Behrens’ Team das Spiel noch drehen und zumindest ins Elfmeterschießen kommen können. Aber Marvin Nienstermann (70./freistehend drüber) und auch Nils Kaiser (78./per Vollspann einen Meter zu hoch gezielt) vergaben. In der 84. Minute machte das der kurz zuvor eingewechselte Kevin Sökel besser, denn mit seinem ersten Ballkonakt köpfte er das 1:2. Danach belagerten die Gastgeber den Hastedter Strafraum, aber der Ausgleich wollte nicht fallen. In der Nachspielzeit zischte ein Schuss von Jan Schmötzer knapp über den Balken.

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