Weibliche A-Jugend verpasst Hauptqualifikation zur Bundesliga / Rechtern lobt Mannschaft

Bitteres Aus für die HSG Barnstorf/Diepholz

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Szene aus dem Spiel gegen den TV Hersfeld: Nele Müller (l.), Leistungsträgerin bei der A-Jugend der HSG Barnstorf/Diepholz, spielte den Ball zu Sarah Wilkens (Nr. 10) weiter. Im Hintergrund verfolgte Stefanie Schädler (rote Haare) die Aktion.

Barnstorf - Der leise Traum von der A-Jugend-Bundesliga ist für die jungen Handballerinnen der HSG Barnstorf/Diepholz in der Vorqualifikation geplatzt. Zwei magere Törchen fehlten, um in Dortmund Platz zwei zu belegen und zumindest in die Hauptqualifikation einzuziehen.

„Ärgerlich, dass wir so knapp gescheitert sind. Aber davon geht die Welt nicht unter. Die 13 Mädels haben sich klasse verkauft“, lobte Trainer Edelhard Rechtern. Der Spielplan meinte es zunächst gut mit den Barnstorferinnen. Denn zu Beginn konnten sie sich gegen den haushohen Favoriten BVB Dortmund „einspielen“ und an die Atmosphäre gewöhnen. Wie erwartet waren sie gegen den Gastgeber chancenlos und kamen mit 17:33 (8:17) unter die Räder. Positiv: Alle Spielerinnen bekamen Einsatzzeiten und konnten sich – bis auf eine Ausnahme – in die Torschützenliste eintragen. Erfolgreichste Werferin war Nele Müller mit sieben Treffern. Die Dortmunder gewannen übrigens alle Partien mit jeweils über zehn Toren Differenz und wurden überlegen Gruppensieger.

Entscheidend für die HSG waren die Partien am zweiten Spieltag. Gegen die junge Mannschaft des MTV Herzhorn sollte unbedingt ein Sieg her. Zur Halbzeit lagen die Barnstorferinnen mit 15:11 in Führung. In der zweiten Hälfte dominierten sie weiter, gaben richtig Gas und fuhren einen verdienten 32:21-Erfolg ein. Dieser tolle Tempohandball hatte jedoch Kraft gekostet – vermutlich zu viel.

Pech hatte das HSG-Team, dass es nach einer kurzen Mittagspause direkt wieder aufs Spielfeld gehen musste. In der entscheidenden Partie um den begehrten zweiten Platz trafen die Barnstorferinnen auf den TV Hersfeld. Ein Unentschieden hätte fürs Weiterkommen gereicht. Doch der Kräfteverschleiß und die körperlichen Blessuren machten sich deutlich bemerkbar. Zur Pause lag die HSG mit 7:11, später sogar mit sieben Toren zurück. Zwar bekamen die Barnstorferinnen die zweite Luft und starteten eine Aufholjagd, doch näher als bis zum 18:20 kamen sie nicht mehr heran. Dennoch zog Trainer Rechtern ein positives Fazit: „Insgesamt bin ich mit der Leistung zufrieden. Die fünf B-Juniorinnen haben sich bestens integriert und ihre Sache sehr gut gemacht. Die erstmalige Teilnahme an der Bundesliga-Vorqualifikation war ein tolles Erlebnis und eine schöne Herausforderung, bei der wir viel Erfahrung sammeln konnten.“ · an

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